Kol­ping Uedem star­tet Spen­den­staf­fel für Be­dürf­ti­ge

Rheinische Post Goch - - GOCH / UEDEM -

UEDEM (cbr) Man­chen Men­schen fehlt es am Nö­tigs­ten. All­täg­li­che Din­ge wie Dusch­gel und Zahn­bürs­ten kön­nen sie sich eben­so we­nig leis­ten wie Mehl oder Milch. Für sie gibt es in Uedem das Ca­fé Kon­kret, des­sen Mit­ar­bei­ter Men­schen in Not mit Rat, aber auch mit ma­te­ri­el­ler Hil­fe zur Sei­te ste­hen. Das An­ge­bot wird in­zwi­schen auch von vie­len Flücht­lin­gen ge­nutzt - und kann den Be­darf an Hilfs­gü­tern kaum mehr de­cken.

Als die Ue­de­mer Kol­ping­fa­mi­lie da­von hör­te, woll­ten die Mit­glie­der han­deln. Klaus Go­ertz, stell­ver­tre­ten­der Vor­sit­zen­der, er­klärt: „Wir ha­ben über­legt, was wir ma­chen kön­nen. Dann ist uns die ,Ice­bu­cket-Chal­len­ge’ aus dem ver­gan­ge­nen Jahr ein­ge­fal­len, bei der man hel­fen konn­te und gleich­zei­tig an­de­re zur Hil­fe auf­ge­for­dert hat.“Auf Eis­was­ser will die Kol­ping­fa­mi­lie zwar ver­zich­ten, aber das Prin­zip bleibt das Glei­che: „Wir ha­ben un­se­re Mit­glie­der auf­ge­for­dert, uns Sach­spen­den zu brin­gen, die wir an das Ca­fé Kon­kret wei­ter­ge­ben. Und dann no­mi­nie­ren wir ei­nen an­de­ren Ver­ein, der sei­ner­seits Spen­den sam­meln und wie­der ei­ne an­de­re Grup­pe no­mi­nie­ren soll.“Ein Na­me war schnell ge­fun­den: „So­li­de“heißt die Ak­ti­on, de­ren Na­me Pro­gramm sein soll.

En­de Sep­tem­ber sam­mel­te die Kol­ping­fa­mi­lie an zwei Ta­gen vor der Kir­che die Spen­den und konn­te dem Ca­fé Kon­kret so di­ver­se Kar­tons mit Le­bens­mit­teln und Hy­gie- ne­ar­ti­keln über­ge­ben. „Die ein­zel­nen Spen­der muss­ten da­für nicht tief in ih­re Ta­schen grei­fen und ha­ben ge­mein­sam trotz­dem viel er­reicht“, sagt Go­ertz. „Es ist ganz ein­fach: ein paar der be­nö­tig­ten Ar­ti­kel wer­den ein­fach beim nächs­ten Su­per­markt­be­such zu­sätz­lich ein­ge­kauft.“Wich­tig ist der Kol­pings­fa­mi­lie, dass die Hil­fe al­len Men­schen in Uedem zu Gu­te kommt, die be­dürf­tig sind und das An­ge­bot des Ca­fé Kon­kret nut­zen.

Nach dem er­folg­rei­chen Start hof­fen die Mit­glie­der, dass die Ak­ti­on nun mög­lichst lan­ge am Le­ben er­hal­ten wird. „Mit­ma­chen kön­nen Ver­ei­ne, Par­tei­en, Nach­bar­schaf­ten und auch sonst al­le Grup­pen, die mit ih­ren Mit­glie­dern ge­mein­sam hel­fen möch­ten“, be­tont Go­ertz. Und das nicht nur aus Uedem selbst, son­dern auch aus den um­lie- gen­den Ort­schaf­ten. Des­halb ha­ben die Kol­ping-Mit­glie­der den Staf­fel­stab nach Kep­peln wei­ter­ge­ge­ben - die nächs­te „So­li­de“-Sam­mel­ak­ti­on wird von der Kar­ne­vals­ge­sell­schaft Quee­kes­pie­re or­ga­ni­siert.

Die Kar­ne­va­lis­ten ru­fen ih­re Mit­glie­der - und auch al­le an­de­ren Kep­pel­ner und Kar­ne­vals­freun­de aus der Re­gi­on - zur Ver­lei­hung des Or­dens van et Möö­kes­hüss auf, Spen­den mit­zu­brin­gen. Die wer­den vor und nach der Mun­d­art­mes­se am Sonn­tag, 8. No­vem­ber, zwi­schen 9.30 und 11.30 Uhr im Ver­samm­lungs­raum der Bür­ger­be­geg­nungs­stät­te Kep­peln ge­sam­melt.

Ge­braucht wird un­ter an­de­rem vor al­lem Fol­gen­des: Mehl, Zu­cker, Mar­ga­ri­ne, Son­nen­blu­men­öl, HMilch, Nu­deln, Reis, Dusch­zeug, Deo, Sham­poo, Zahn­bürs­ten und Zahn­creme.

FOTO: PRI­VAT

Uedem en­ga­giert sich für Be­dürf­ti­ge.

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