Pro­blem Zeit­um­stel­lung

Rheinische Post Goch - - STIMME DES WESTENS - VON GRE­GOR MAYNTZ

Da über­le­gen die Eu­ro­pa­po­li­ti­ker seit Jahr­zehn­ten, wie sie Ba­sis und Brüs­sel bes­ser zu­sam­men brin­gen kön­nen, füh­ren so­gar eu­ro­päi­sche Spit­zen­kan­di­da­ten zur bes­se­ren Iden­ti­fi­ka­ti­on ein – und wei­gern sich doch al­le sechs Mo­na­te, den ein­deu­ti­gen Wil­len der Men­schen zur Kennt­nis zu neh­men. Drei Vier­tel wol­len ein En­de der Zeit­um­stel­lung. Geht es noch kla­rer?

Vi­el­leicht wä­ren kli­ma­be­wuss­te Men­schen be­reit, die läs­ti­ge Um­stel­lung und das nur schwer ge­lin­gen­de Um­ge­wöh­nen hin­zu­neh­men, wenn die Som­mer­zeit, wie an­ge­nom­men, or­dent­lich Ener­gie ein­spa­ren könn­te. Tut sie aber nur in nicht nen­nens­wer­tem Um­fang. Statt­des­sen be­le­gen neue wis­sen­schaft­li­che Er­kennt­nis­se, dass vie­le Men­schen mit ih­rem Schlaf-Wach-Rhyth­mus nicht nur kurz­fris­tig, son­dern wo­chen- und mo­na­te­lang Pro­ble­me ha­ben.

Al­so kann die Ant­wort nur hei­ßen: Je­an-Clau­de Juncker, über­neh­men Sie! Und fin­den Sie her­aus, ob die per­ma­nen­te Win­ter­zeit oder die per­ma­nen­te Som­mer­zeit güns­ti­ger für die Men­schen ist. Bei­des im Wech­sel funk­tio­niert je­den­falls nicht. BE­RICHT

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