Ar­muts­schwel­len lie­gen bei 1,25 Dol­lar und 1067 Eu­ro

Rheinische Post Goch - - STIMME DES WESTENS -

Öko­no­men un­ter­schei­den zwi­schen ab­so­lu­ter und re­la­ti­ver Ar­mut. Ab­so­lu­te Ar­mut wird laut Welt­bank auf den­je­ni­gen be­zo­gen, der we­ni­ger als 1,25 US-Dol­lar pro Tag zur Ver­fü­gung hat. Das ist die Schwel­le, an der man ge­ra­de eben sein nack­tes Über­le­ben si­chern kann. Vor al­lem in Afri­ka, Latein­ame­ri­ka und Asi­en le­ben vie­le Men­schen un­ter die­sen Gren­zen. Re­la­ti­ve Ar­mut Für ent­wi­ckel­te Län­der wie Deutsch­land gibt es den Be­griff der „re­la­ti­ven Ar­mut“. Grund­la­ge ist hier nicht das phy­si­sche Exis­tenz­mi­ni­mum, son­dern wie hoch das Ein­kom­men des Ein­zel­nen im Ver­gleich zum ge­sell­schaft­li­chen Um­feld ist. Hier gilt der als arm, der als kin­der­lo­ser Al­lein­ste­hen­der im Mo­nat we­ni­ger als 60 Pro­zent des mitt­le­ren Ein­kom­mens in Hö­he von 1778 Eu­ro ver­dient – al­so we­ni­ger als 1067 Eu­ro. Das sind et­wa 15 Pro­zent al­ler Deut­schen. Die Öko­no­min Es­t­her Duf­lo (42) be­trach­tet ih­re Tä­tig­keit als welt­weit re­nom­mier­te Ar­muts­for­sche­rin am Mas­sa­chu­setts In­sti­tu­te of Tech­no­lo­gy als Ant­wort dar­auf, reich ge­bo­ren zu sein. An­ders als nur eh­ren­amt­lich zu wir­ken, kön­ne sie als Öko­no­min Ein­fluss auf das Welt­ge­sche­hen neh­men.

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