Deut­sche Pan­zer für Ka­tar trotz Ga­b­ri­els Be­den­ken

Rheinische Post Goch - - POLITIK -

BERLIN (dpa) Deutsch­land lie­fert of­fen­bar Kampf­pan­zer nach Ka­tar. Ob­wohl das Land im Bür­ger­krieg im Je­men en­ga­giert sei, sei­en kürz­lich vier Pan­zer und drei Pan­zer­hau­bit­zen ver­schifft wor­den, be­rich­te­te die „Süd­deut­sche Zei­tung“. Die Er­laub­nis für das Ge­schäft ha­be zwar die schwarz-gel­be Vor­gän­ger­re­gie­rung er­teilt; die tat­säch­li­che Aus­fuhr sei aber erst kürz­lich auf Re­fe­rats­lei­ter-Ebe­ne im Wirt­schafts­mi­nis­te­ri­um ge­neh­migt wor­den.

Die Ent­schei­dung könn­te Bun­des­wirt­schafts­mi­nis­ter Sig­mar Ga­b­ri­el un­ter Druck brin­gen. Der SPDPo­li­ti­ker woll­te ei­gent­lich kei­ne Lie­fe­run­gen von Kampf­pan­zern mehr in die Golf­re­gi­on zu­las­sen. Sei­ne Spre­che­rin be­kräf­tig­te, dass der Vi­ze­kanz­ler die Lie­fe­rung von Kampf­pan­zern in ara­bi­sche Län­der grund­sätz­lich für pro­ble­ma­tisch hal­te. Die Bun­des­re­gie­rung sei den­noch zu der Ein­schät­zung ge­kom­men, „dass die­se Ge­neh­mi­gung nicht wi­der­ru­fen wer­den kann“. Das Aus­wär­ti­ge Amt ver­si­cher­te, dass die Pan­zer nicht im Je­men ein­ge­setzt wür­den.

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