Der letz­te Li­ni­en­flug der Concorde

Rheinische Post Goch - - UNTERHALTUNG -

Der Re­kord für ei­nen Flug von Pa­ris nach New York liegt bei et­wa drei­ein­halb St­un­den – nur ein ein­zi­ger Li­ni­en­flie­ger konn­te die­se Stre­cke in die­ser Zeit ab­sol­vie­ren: die Concorde. Seit 1976 flog der Über­schall­flie­ger mit ei­ner Höchst­ge­schwin­dig­keit von 2405 km/h für die Li­ni­en Bri­tish Air­ways und Air Fran­ce über den At­lan­tik. Ein Flug mit der Concorde war für vie­le auf­grund des ho­hen Prei­ses ein un­er­füll­ba­rer Traum. Ob­wohl sie als Pres­ti­ge­ob­jekt galt, hat­te die Concorde vie­le Nach­tei­le: Ih­re Be­triebs­kos­ten wa­ren hoch, da­bei war die Reich­wei­te mit et­wa 6000 Ki­lo­me­tern eher ge­ring. Di­rekt­flü­ge konn­ten nur an be­stimm­te Zie­le ge­hen. In den 1970er und 1980er Jah­ren ge­hör­te un­ter an­de­rem Rio de Janei­ro da­zu, au­ßer­dem Sin­ga­pur. Letzt­lich blie­ben aber nur die Ver­bin­dun­gen zwi­schen London be­zie­hungs­wei­se Pa­ris und New York. Im Jahr 2000 be­gann das En­de der Ge­schich­te des schnells­ten Li­ni­en­flug­zeugs der Welt: Nach dem Ab­sturz ei­ner Concorde na­he Pa­ris im Som­mer 2000 kün­dig­ten so­wohl Bri­tish Air­ways als auch Air Fran­ce die Ein­stel­lung der Li­ni­en­flü­ge an. Am 24. Ok­to­ber 2003 star­te­te die Concorde ein letz­tes Mal zu ei­nem Li­ni­en­flug von London-He­a­throw. Da­nach hob ei­ne Ma­schi­ne die­ses Typs nur noch ein al­ler­letz­tes Mal vom Flug­feld ab: Es war der Flug ins Mu­se­um. Heu­te be­fin­den sich fast al­le der ehe­ma­li­gen Ver­kehrs­flie­ger in Mu­se­en und

Tech­nik­aus­stel­lun­gen.

TEXT: JENI / FOTO: DPA

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