NRW-Jä­ger schie­ßen fast 7400 wil­dern­de Kat­zen ab

Rheinische Post Goch - - NORDRHEIN-WESTFALEN -

Die meis­ten Ab­schüs­se gab es im Re­gie­rungs­be­zirk Müns­ter. Seit Ju­li gilt das Schieß­ver­bot.

DÜSSELDORF (emy) Die Jä­ger in Nord­rhein-West­fa­len ha­ben im ab­ge­schlos­se­nen Jagd­jahr 2014/15 7344 streu­nen­de Kat­zen ge­schos­sen. Dies teilt das Um­welt­mi­nis­te­ri­um NRW mit. Für das lau­fen­de Jagd­jahr, das am 1. April be­gann, wird die­se Zahl deut­lich sin­ken, denn mit In­kraft­tre­ten des Öko­lo­gi­schen Jagd­ge­set­zes zum Ju­li dür­fen Kat­zen nicht mehr ge­schos­sen wer­den.

Bis­lang durf­ten die Jä­ger in NRW Kat­zen er­le­gen, die sich mehr als 200 Me­ter von der nächs­ten Sied­lung ent­fernt hat­ten. Na­tur­ge­mäß wa­ren die Ab­schuss­zah­len dar­um in länd­li­chen Re­gio­nen stets hö­her als in Stadt­ge­bie­ten. Im Jagd­jahr 2014/ 15 ha­ben die Jä­ger im Re­gie­rungs­be­zirk Müns­ter die meis­ten Kat­zen ge­schos­sen, 4191 ins­ge­samt. Die we­nigs­ten Ab­schüs­se gab es im Re­gie­rungs­be­zirk Köln mit 443. Im Re- gie­rungs­be­zirk Arns­berg wur­den 584, in Det­mold 887 so­wie in Düsseldorf 1239 ge­schos­se­ne Kat­zen ver­zeich­net.

Die Sta­tis­ti­ken ver­gan­ge­ner Jah­re zei­gen, dass die Ge­samt­zahl schon vor dem Ver­bot ge­sun­ken ist. Im Jagd­jahr 2007/08 lag sie bei 13.348, 2012/2013 bei 9000 und 2013/14 bei 7595. Ger­hard Tho­mas von der Kreis­jä­ger­schaft Kle­ve, in de­ren Be­zirk zu­letzt 557 Kat­zen ge­schos­sen wor­den wa­ren, führt das auf die Un­si­cher­heit der Jä­ger zu­rück. „Wahr­schein­lich ha­ben sie sich wäh­rend der po­li­ti­schen Dis­kus­si­on um das Ver­bot be­son­ders zu­rück­ge­hal­ten“, sagt er. Und: „Wir sind nicht wild dar­auf, Kat­zen zu schie­ßen.“Wer seit Ju­li beim Ab­schuss ei­ner Kat­ze er­wischt wird, ver­stößt ge­gen das Tier­schutz­ge­setz und be­geht ei­ne Straf­tat.

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