Chris de Burghs Heim­spiel in Köln

Rheinische Post Goch - - KULTUR -

Chris de Burgh und die Stadt Köln – das ist die Ge­schich­te ei­ner gro­ßen Lie­be. Der iri­sche Sän­ger hat Freun­de hier, mag Kölsch, be­wun­dert den Dom und hat der Ho­hen­zol­lern­brü­cke und ih­ren Lie­bes­schlös­sern den Song „Bridge“ge­wid­met. Tritt er in der Köl­ner Are­na auf, dann fühlt sich an das wie ein Heim­spiel.

Es ge­lingt, weil de Burgh früh ver­spricht, ne­ben Songs vom neu­en Al­bum „The Hands of Man“auch al­tes Ma­te­ri­al zu spie­len. Na­tür­lich wol­len die Fans „La­dy in Red“, „Ship To Shore“oder „Mis­sing You“hö­ren – der Sän­ger streut sie pflicht­schul­dig ins Pro­gramm. Da­bei un­ter­schei­den sich die neu­en Songs nicht von den al­ten: Der Mann ist dem wei­chen Pop­sound treu ge­blie­ben.

„The Hands of Man“, der live von syn­the­ti­schen Strei­chern ge­tra­ge­ne Ti­tel­song des ak­tu­el­len Al­bums, könn­te so schon viel äl­ter sein. De Burgh be­singt mit sei­ner kla­ren, stets ein we­nig fra­gil wir­ken­den Stim­me die Macht des Men­schen zu Gestal­tung, Wan­del und Ve­rän­de­rung – und ver­gisst nicht, bi­bli­sche Sym­bo­lik ein­flie­ßen zu las­sen. Da­mit wirkt das Stück mit hu­ma­nis­ti­scher Bot­schaft wie ein vor­läu­fi­ges Fa­zit sei­nes Schaf­fens.

Wie ein Rit­ter­schlag zum Köl­ner fiel am En­de die Be­geg­nung mit den Höh­nern aus, mit de­nen Chris de Burgh den Kar­ne­vals­hit „Vi­va Co­lo­nia“, den ei­ge­nen „Don’t Pay The Fer­ry­man“und für ei­nen ver­stor­be­nen Bru­der im Geis­te „Mit 66 Jah­ren“spiel­te. Max Flo­ri­an Küh­lem

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