RP-Le­ser stim­men über „Ter­ror“ab

Rheinische Post Goch - - KULTUR -

DÜSSELDORF (dok) Ter­ro­ris­ten ent­füh­ren ein Flug­zeug und dro­hen da­mit, es auf ein voll­be­setz­tes Sta­di­on zu stür­zen. 164 Men­schen an Bord der Ma­schi­ne ge­gen 70.000 Men­schen im Sta­di­on – darf ein Kampf­pi­lot die­se Rech­nung auf­ma­chen und das Flug­zeug ab­schie­ßen, 164 Men­schen tö­ten, um 70.000 zu ret­ten? Die­se Fra­ge spielt Fer­di­nand von Schi­rach in sei­nem ers­ten Thea­ter­stück „Ter­ror“durch. 14 Büh­nen in Deutsch­land spie­len das Ge­richts­dra­ma, bei dem am En­de das Pu­bli­kum ab­stim­men darf – dar­un­ter das Düs­sel­dor­fer Schau­spiel­haus. Ein ethi­sches Di­lem­ma. Wie wür­den Sie ent­schei­den, ha­ben wir ge­fragt und un­ter www.rp-on­li­ne.de/schau­spiel­haus ei­ne Ab­stim­mung ein­ge­rich­tet. Und das ist das Er­geb­nis: Frei­spruch für den Kampf­pi­lo­ten. 63,8 Pro­zent der Le­ser ha­ben da­für ge­stimmt, den Pi­lo­ten nicht zu be­stra­fen, wenn er die Pas­sa­gier­ma­schi­ne ab­schießt, um den An­schlag auf das Sta­di­on zu ver­hin­dern. 36,2 Pro­zent hal­ten die­se Ab­wä­gung für un­ethisch und stimm­ten für die Ver­ur­tei­lung.

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