Knick­rehm-Pre­mie­re auf der Kir­mes

Rheinische Post Goch - - GRENZLAND POST - VON MO­NI­KA HARTJES

Der neue Go­cher Bür­ger­meis­ter schlug ge­konnt das Frei­bier-Fass an. Noch bis Di­ens­tag läuft das tra­di­tio­nel­le Volks­fest im Herbst, dann wird zeit­gleich auch der gro­ße Flachs­markt vie­le tau­send Gäs­te in die Stra­ßen der In­nen­stadt lo­cken.

GOCH Dirk Janssen, Vor­sit­zen­der des Schau­stel­ler­ver­ban­des Kle­ve-Gel­dern, war ge­spannt auf die ers­te Kirmes­er­öff­nung des neu ge­wähl­ten Bür­ger­meis­ters Ul­rich Knick­rehm (BFG). Am Sams­tag­nach­mit­tag war es so­weit. „Die Herbst­kir­mes hat hier ei­ne lan­ge Tra­di­ti­on und auf Tra­di­ti­on le­gen wir in Goch viel Wert“, sag­te der Bür­ger­meis­ter, der die Schau­stel­ler und die vie­len Be­su­cher bei tro­cke­nem Herbst­wet­ter herz­lich be­grüß­te. Das An­ge­bot der Kir­mes sei schön und viel­sei­tig, für je­den sei et­was da­bei „Ich hof­fe, dass mir der Fass­an­stich jetzt ge­lingt, oh­ne den Um­ste­hen­den ei­ne Bier­du­sche zu bie­ten“, schmun­zel­te Knick­rehm.

Ul­rich Knick­rehm

Ganz ge­nau wur­de der Bür­ger­meis­ter von den Be­su­chern be­ob­ach­tet, war es doch erst sein zwei­ter of­fi­zi­el­ler Auf­tritt. Der ers­te war am Frei­tag die Ein­wei­hung der Ki­ta am Sand­t­hof, der zwei­te die Kirmes­er­öff­nung „mit Zu­schlag“. Doch Knick­rehm brauch­te nur zwei Schlä­ge und das Bier lief. „Hat gut ge­klappt“, mein­te ei­ne Da­me. Es gab Ap­plaus für den Bür­ger­meis­ter. Ob er denn wohl heim­lich ge­übt ha­be?

„Wäh­rend der Stu­den­ten­zeit ha­be ich das schon mal ge­macht. So et­was ver­lernt man nicht“, schmun­zel­te Ul­rich Knick­rehm, zapf­te ge­konnt die Krü­ge voll und ver­teil­te sie an die Be­su­cher und Schau­stel­ler. Er lud ein zum ver­kaufs­of­fe­nen Sonn­tag und zum Flachs­markt mit mehr als 250 Händ­lern am Di­ens­tag.

In­zwi­schen be­gann die „Hap­py Hour“mit be­son­de­ren An­ge­bo­ten an den Stän­den und Fahr­ge­schäf­ten. „Ich möch­te auf je­den Fall in den Kes­sel­tanz und auf die Au­to­scoo­ter“, mein­te der 16-jäh­ri­ge Re­né Leu­sch­ner. Sein gleich­alt­ri­ger Freund Marc Ver­hoeven woll­te auch die Rau­pe aus­pro­bie­ren. Bei­de hat­ten von den El­tern „Kir­mes­geld“be­kom­men.

Schau­stel­ler Dan­ny Re­min­der war mit sei­nem „Kes­sel­tanz“zum ers­ten Mal auf der Herbst­kir­mes. „Aber ich ken­ne Goch, ich war be­reits zwei Mal auf der Som­mer­kir­mes da­bei.“Rund 40 Jah­re steht die 76-jäh­ri­ge An­na Bür­ger mit ei­nem Cre­pe-Stand und „Bür­gers Bon­bon Bar“auf der Go­cher Kir­mes. „Sie will noch 24 Jah­re wei­ter­ma­chen, das hält sie fit“, sag­te Sohn Andre­as, der mit sei­ner Schwes­ter Ros­wi­tha die Mut­ter un­ter­stützt. Seit zehn Jah­ren ist Mul­ders „Pfeil­wer­fen“auf der Herbst­kir­mes da­bei. „Wir sind ein biss­chen Teil der Tra­di­ti­on“, sag­te Ma­nue­la Mul­der. Die Go­cher Kir­mes steht auf zwei Plät­zen - Markt und Klos­ter­platz - auf der sich Kin­der­ka­rus­sells, Fahr­ge­schäf­te und Ess- und Trink­stän­de gleich­mä­ßig ver­tei­len.

Zum ers­ten Mal stand das „Geis­ter-Ho­tel“hier Von au­ßen „be­grü­ßen“Ge­spens­ter, Ske­let­te und Fran­ken­stein die Be­su­cher. „Mal se­hen, wie wir so in Goch an­kom­men“, sag­te Mit­ar­bei­ter Det­lef Bo­ber. „Wir sind ein Lauf­ge­schäft, die Leu­te lau­fen durch das Ho­tel und tref­fen auf Fi­gu­ren, die Ge­räu­sche ma­chen“, er­klär­te der Schau­stel­ler im Ge­spräch.

Gar nicht so harm­los fand Kim­ber­ly van den Wal­den­berg die „gru­se­li­gen Gestal­ten“, auf die sie im Geis­ter-Ho­tel traf. Von drau­ßen hör­te man so man­che Schreie Die 14Jäh­ri­ge war mit ih­ren Freun­din­nen Jas­min Fi­scher, die sich eben­falls für das Ge­spens­ter­haus be­geis­ter­te, und Ce­li­ne Fi­scher, die lie­ber auf der Rau­pe fah­ren woll­te, auf der Herbst­kir­mes un­ter­wegs.

Wer es et­was ge­müt­li­cher ha­ben woll­te, der kauf­te sei­nen Kin­dern 37 Chips zu zehn Eu­ro und stell­te sich auf ei­nen lan­gen „En­ten-An­gelNach­mit­tag“ein.

Oder er zog Lo­se - 30 Stück für fünf Eu­ro - und hoff­te beim Auf­ma­chen der Lo­se auf at­trak­ti­ve Ge­win­ne wie Mi­ni­ons, Kis­sen ver­schie­de­ner Bun­des­li­ga-Ver­ei­ne, Bäl­le oder Ku­schel­tie­re.

„Auf Tra­di­ti­on le­gen wir in Goch viel Wert“

Bür­ger­meis­ter

O‘zapft is: Bür­ger­meis­ter Ul­rich Knick­rehm (mit Schüt­ze) und Schau­stel­ler-Chef Dirk Janssen sa­gen „Pro­sit“auf die Kir­mes.

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