PRÄ­SEN­TIERT DIE KINDERGARTENSERIE „DAS GELD“(FOL­GE 6) Was macht ei­gent­lich ei­ne Bank?

Rheinische Post Goch - - GOCH / UEDEM - VON AN­JA SETT­NIK

In je­der Stadt und in fast je­dem klei­ne­ren Ort gibt es Geld­in­sti­tu­te. Prak­tisch je­der hat mit ei­nem von ih­nen zu tun, be­wahrt dort sein Geld auf oder leiht sich wel­ches. Auch Kin­der kön­nen schon Kun­den sein und zum Bei­spiel ein Spar­buch ha­ben.

GOCH-UEDEM Frü­her hat Han­nah nicht ver­stan­den, was Pa­pa mein­te, wenn er sag­te: „Ich muss noch mal schnell zur Bank.“Die Bank un­term Ap­fel­baum im Gar­ten mein­te er näm­lich nicht, und ein­mal hat so­gar je­mand von der Bank zu Hau­se an­ge­ru­fen, als Han­nah ans Te­le­fon ging. Weil sie wis­sen woll­te, was das denn für ein ko­mi­scher Ort ist, die­se Bank, hat sie ih­re Mut­ter ge­fragt. Und die hat ihr ein biss­chen dar­über er­zählt. Und dann fiel Han­nah ein, dass sie dort ja auch schon mal ge­we­sen ist, es aber lang­wei­lig fand. Da ge­hen die Er­wach­se­nen hin und fül­len Zet­tel aus. In­ter­es­san­ter ist es schon in dem Vor­raum, in dem die Geld­au­to­ma­ten hän­gen. Aber das ist nur ein klei­ner Be­reich von „Bank“.

Ma­ma sagt, man­che Leu­te sa­gen da­zu auch „Geld­in­sti­tut“, da steckt zu­min­dest das Wort drin, um das es of­fen­bar geht: Geld. Han­nah weiß, weil sie auch selbst ein Spar­buch hat, dass man Geld zur Bank brin­gen kann. Dort ist es si­cher, sagt Ma­ma, weil die Geld­schei­ne gut weg­ge­schlos­sen wer­den. Frü­her hät­ten die Leu­te ihr Geld oft un­term Kopf­kis­sen ver­steckt oder in ei­ner Keks­do­se. Das ist na­tür­lich nicht so schlau, wenn mal ein Ein­bre­cher kommt. Oder wenn das Geld mit dem Kis­sen­be­zug in die Wä­sche wan­dert oder zu­sam­men mit al­ten Kek­sen weg­ge­wor­fen wird. Han­nah fin­det es des­halb gut, dass die Bank auf ihr Spar­geld auf­passt. Dass sie in ei­nem Kri­mi schon mal ge­se­hen hat, wie ein Bank­räu­ber mit ei­nem Sack Geld da­von­ge­lau­fen ist, er­zählt sie Ma­ma bes­ser nicht.

Kin­der müs­sen ler­nen, mit Geld um­zu­ge­hen, des­halb be­kom­men die meis­ten Ta­schen­geld und dür­fen nicht mehr aus­ge­ben, als sie ha­ben. Bei den Er­wach­se­nen ist das mal wie­der an­ders: Als Han­nahs El­tern für die Fa­mi­lie ein Haus ge­kauft ha­ben, war das so teu­er, dass ihr Geld nicht aus­reich­te. Sie be­ka­men von der Bank ei­nen Kre­dit, hat Ma­ma er­klärt. Sie nennt das nicht „Schul­den ha­ben“, weil das nicht so gut klingt. Die El­tern zah­len je­den Mo­nat et­was Geld zu­rück, bis der „Kre­dit ab­ge­zahlt ist“, wie Ma­ma sagt. Man­che Leu­te lei­hen sich auch Geld für ein Au­to oder neue Mö­bel. Die Bank ver­leiht ger­ne Geld, sagt Ma­ma, weil sie da­für Zin­sen be­kommt. Um­ge­kehrt be­kommt ja Han­nah auch Geld von der Bank, wenn sie Geld auf dem Spar­buch hat. Viel ist das al­ler­dings nicht, hat sie fest­ge­stellt. Mal ein Eu­ro oder zwei. Frü­her hat Spa­ren mehr Spaß ge­macht, sagt Ma­ma, da gab es, wenn man das Geld in be­son­de­ren Spar­brie­fen jah­re­lang bei der Bank lie­gen ließ, viel mehr zu­rück als man an­fangs hat­te. Das fän­de Han­nah auch cool. Aber ei­gent­lich hat sie mehr Spaß an dem, was sie für Geld kau­fen kann. Sie hat da schon wie­der ein paar Ide­en. . .

FOTO: BI­MO

Hur­ra, heu­te ist mein ers­ter Be­such in ei­ner Bank.

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