Kle­ver Künst­ler hel­fen den Flücht­lin­gen

Rheinische Post Goch - - BLICKPUNKT KLEVE - VON ANN-LEA WOITGE

Acht Bands ga­ben ein Be­ne­fiz­kon­zert zu­guns­ten der Flücht­lin­ge im KAG in Kel­len. Die neue Bür­ger­meis­te­rin Son­ja Nort­hing sprach.

KLE­VE-KEL­LEN Das Kon­rad-Ade­nau­er-Gym­na­si­um öff­ne­te sei­ne Pfor­ten: Acht Mu­sik­grup­pen spiel­ten für die Kle­ver Flücht­lin­ge und sam­mel­ten Spen­den. So konn­ten die Kle­ver bei aus­ge­las­se­ner Stim­mung und gu­ter Mu­sik den Abend ge­nie­ßen und den Flücht­lin­gen hel­fen. „Ich bin stolz, Bür­ger­meis­te­rin von Kle­ve

Son­ja Nort­hing zu sein. Denn ich mer­ke im­mer wie­der, wie vie­le Leu­te be­reit sind zu hel­fen und sich eh­ren­amt­lich zu be­tei­li­gen“, sagt Son­ja Nort­hing bei ih­rem ers­ten of­fi­zi­el­len Gruß­wort als Kle­ver Bür­ger­meis­te­rin. „Die Spra­che der Mu­sik spre­chen al­le, egal, wo­her man kommt. Des­halb ist die Idee für ein Kon­zert zu Eh­ren der Flücht­lin­ge su­per.“

Dem Mit-Ver­an­stal­ter Micha­el Dick­hoff kam die Idee für das Kon­zert ganz spon­tan: „Je­der weiß ja, dass wir den Men­schen hel­fen müs­sen. Und war­um dann ei­gent­lich nicht mit Mu­sik? Mu­sik macht al­len Spaß“, sagt Dick­hoff. Auf­ge­tre­ten sind die Bands „Kon­gaQuings“, „Th­ree Red Shoes“, „New Age“, „Strai­ght 28“, „Se­cond Roof“, „Catch 22“, „6’45 a Day“und die Klang­fa­brik All­stars, so Micha­el Dick­hoff. „Ich bin dank­bar, dass al­le so­fort mit­ma­chen woll­ten. Nicht nur die Bands, son­dern auch das KAG und die Initia­ti­ve „Kle­ve Hilft“ha­ben da­zu bei­ge­tra­gen, dass wir den Abend so gestal­ten konn­ten“, sagt er. Die Ein­nah­men aus dem Ge­trän­ke­ver­kauf und dem Ein­tritt gin- ge an die Or­ga­ni­sa­ti­on „Kle­ve Hilft“. Die­se sei für die Ko­or­di­na­ti­on der Spen­den­gel­der zu­stän­dig.

„Als wir die Or­ga­ni­sa­ti­on ge­grün­det ha­ben, ha­ben wir erst al­le Spen- den, über Kla­mot­ten bis hin zu Spiel­sa­chen, bei uns in der Ga­ra­ge ge­la­gert und dann ge­ord­net“, er­zählt Saskia Katz, Mit­grün­de­rin der Initia­ti­ve „Kle­ve Hilft“. Mitt­ler­wei­le sei die Or­ga­ni­sa­ti­on an­ge­wach­sen: „Wir kön­nen jetzt in ei­ner kos­ten­lo­sen Hal­le ar­bei­ten. Wir ma­chen drei mal wö­chent­lich ei­ne Be­stands­auf­nah­me, bei der die Flücht­lin­ge sa­gen kön­nen, wor­an es ih­nen fehlt“, er­klärt sie wei­ter. „Den Men­schen fehlt es bei­spiels­wei­se am meis­ten an Un­ter­wä­sche. Von den Spen­den­gel­dern, die heu­te ein­ge­nom­men wer­den, wol­len wir an Groß­un­ter­neh­men her­an­tre­ten und un­ter an­de­rem Un­ter­wä­sche be­stel­len.“Es sei­en ei­ni­ge Pro­jek­te zur Hil­fe der Flücht­lin­ge ge­plant, die mit den Ein­nah­men des Kon­zer­tes fi­nan­ziert wer­den kön­nen.

Auch der stell­ver­tre­ten­de Schul­lei­ter Heinz-Bernd West­er­hoff äu­ßer­te sich po­si­tiv über den Ver­lauf des Abends: „Ich bin be­geis­tert, wie die Or­ga­ni­sa­ti­on ver­lau­fen ist, und dass so vie­le Men­schen hel­fen möch­ten. Wenn die Schu­le da­zu bei­tra­gen kann, ma­chen wir das na­tür­lich ger­ne“, sagt er. Denn die In­te­gra­ti­on sei ein wich­ti­ges The­ma und die Schu­le sei ger­ne be­reit, sich für die Flücht­lings­hil­fe ein­zu­set­zen.

„Die Spra­che der Mu­sik spre­chen al­le, egal,wo

her man kommt.“

Kle­ver Bür­ger­meis­te­rin

RP-FO­TOS (2): GOTT­FRIED EVERS

Er­öff­nung: Saskia Katz, Jörg Hop­mans, Micha­el Dick­hoff, Son­ja Nort­hing und Heinz-Bernd West­er­hoff. (von links)

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