SVB-Heim­sieg nach fünf span­nen­den Sät­zen

Rheinische Post Goch - - SPORT LOKAL - VON FRITZ HOLT­MANN

Vol­ley­ball-Ver­bands­li­ga Män­ner: Die SV Bedburg-Hau be­sieg­te die jun­ge For­ma­ti­on des TuB Bocholt III 3:2 (19:25, 25:16, 21:25, 25:22, 15:8).

Sams­tag­abend in Bedburg-Hau in der Sport­hal­le an der An­to­ni­ter­stra­ße. An­dert­halb St­un­den ei­nes hart um­kämpf­ten Vol­ley­ball­spiels wa­ren vor­über. Auf den Ge­sich­tern der hei­mi­schen Vol­ley­bal­ler spie­gel­te sich Freu­de und Er­leich­te­rung wi­der. Die Gast­ge­ber hat­ten nach fünf teil­wei­se span­nen­den Sät­zen die jun­ge For­ma­ti­on des TuB Bocholt III in die Knie ge­zwun­gen. „Der über den Aus­gang der Par­tie ent­schei­den­de vier­te Durch­gang dau­er­te ei­ne knap­pe hal­be St­un­de“, er­in­nert sich Haus Spie­ler­trai­ner To­bi­as Mo­er­kerk. „Für un­se­ren Kampf­geist und un­se­re Auf­hol­jagd in die­sem Satz ha­ben wir uns ver­dient mit zwei Punk­ten be­lohnt. Eben­so ver­dient sind wir je­doch auch mit dem Ver­lust von ei­nem Punkt be­straft wer­den.“Den gibt es, wenn die un­ter­le­ge­ne Mann­schaft min­des­tens ei­nen Satz ge­winnt.

Mo­er­kerk hat­te bei sei­ner letz­te­ren Ein­schät­zung vor al­lem das in man­chen Sze­nen un­zu­läng­li­che Auf­tre­ten der Haus­her­ren in An­nah­me und Ab­wehr so­wie den oft löch­ri­gen Block sei­ner Netz­rei­hen im Blick. „Der Block hat an­fangs bei uns gar nicht statt ge­fun­den“, kri­ti­sier­te er. Sein Li­be­ro Da­vid Reetz, der in der An­nah­me von Bocholt häu­fig aus­ge­nutz­te Schwä­chen zeig­te, pflich­te­te dem Ur­teil sei­nes Coa­ches bei. „Ich stand oft schlecht zum Ball“, üb­te Haus mit sich und sei­ner Leis­tung zu­frie­de­ner Ab­wehr­chef be­rech­tig­te Selbst­kri­tik.

Da an­fangs der Be­geg­nung auch an­de­re Ak­teu­re beim Gast­ge­ber in der Ab­wehr nicht hell­wach wa­ren, wur­de der Auf­takt­satz ei­ne si­che­re Beu­te der dy­na­misch wie va­ria­bel spie­len­den Gäs­te. Haus Spiel kam erst in Satz zwei bes­ser auf Tou­ren. Mit ei­nem star­ken Zwi­schen­spurt ab 11:10 bis 17:11 stell­te die Mo­er­kerk-Sechs die Wei­che zum fol­gen­den Satz­aus­gleich per 25:16. Bis zur 12:9-Füh­rung in Satz drei wa­ren die Haus­her­ren dann wei­ter auf gu­ten Weg zur 2:1-Füh­rung, bis sie dann wie­der den Fa­den ver­lo­ren. Nach 6:10-Rück­stand kam Bocholt auf. Nach ei­nem Auf­schlag­win­ner auf Li­be­ro Reetz wa­ren die die Gäs­te erst­ma­lig in Satz drei bei 13:12 vor­ne und Hau dann in der End­pha­se des Sat­zes nicht mehr cle­ver und spie­le­risch gut ge­nug, um den noch­ma­li­gen Satz­rück­stand zu ver­mei­den.

„Ein­satz, Ein­satz von je­dem“, das for­der­te Coach Mo­er­kerk un­über­hör­bar von sei­nen Spie­lern bei 2:5Rück­stand zu Be­ginn von Satz vier. Bis 15:19 blieb Hau trotz al­ler An­stren­gun­gen im Hin­ter­tref­fen. Dann je­doch kam die Wen­de! Bedburg-Hau hol­te auf. Mo­er­kerks knall­har­ter An­griff zum 19:18 und sein eben­so se­hens­wer­ter und von Un­men­gen von Ad­re­na­lin ge­kenn­zeich­ne­ter Freu­den­sprung mar­kier- ten den Wen­de­punkt der Par­tie. Hau si­cher­te sich den Satz mit 25:22, glich zum 2:2 aus, und Bocholts Nach­wuchs­team brach ein. Chris­toph Bours – im Spiel­ver­lauf für die SVB sehr zu­ver­läs­si­ger Punk­te­samm­ler in der Netz­mit­te – er­öff­ne­te den Tie-Break mit ei­ner Auf­schlag­se­rie zum 6:0. Hau war da­nach nicht mehr zu stop­pen. 9:3 und 13:6 hie­ßen die letz­ten Zwi­schen­hal­te zum kla­ren 15:8 und knap­pen 3:2-Sieg.

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