Deut­sche Bank in Not

Rheinische Post Goch - - STIMME DES WESTENS - VON GE­ORG WIN­TERS

Wenn sich die Vor­wür­fe der ame­ri­ka­ni­schen Be­hör­den be­wahr­hei­ten, dann steht der Deut­schen Bank ne­ben al­len Mil­li­ar­den­las­ten der jün­ge­ren Ver­gan­gen­heit Är­ger der be­son­de­ren Art ins Haus. Ein Ver­stoß ge­gen Russ­landS­ank­tio­nen der USA wür­de die Bank in ei­nen geo­po­li­ti­schen Kon­flikt hin­ein­zie­hen – ei­ne neue Di­men­si­on von Streit, die für die Bank bei ih­rem Ge­schäft jen­seits des At­lan­tiks un­ge­ahn­te Fol­gen ha­ben kann.

Vor drei Jah­ren mach­te das Füh­rungs­duo Ans­hu Jain und Jür­gen Fit­schen auf Kul­tur­wan­del. Der er­schien da­mals glaub­haft. Selbst bei den Skan­da­len, die da­nach öf­fent­lich wur­den, konn­ten Fit­schen und Jain im­mer auf ih­re Vor­gän­ger zei­gen. In der Cau­sa Russ­land geht das nicht, weil die­se Fäl­le in gro­ßen Tei­len in die Amts­zeit der bei­den Ma­na­ger ge­hö­ren. Der Kul­tur­wan­del, nach dem es kei­ne win­di­gen Fi­nanz­ge­schäf­te mehr ge­ben soll­te, war al­so ent­we­der nur ei­ne hoh­le Ma­na­ger-Phra­se, oder Tei­le der Be­leg­schaft ha­ben die Un­ter­neh­mens­füh­rung nicht ernst­ge­nom­men. Man weiß nicht, was man schlim­mer fin­den soll. BE­RICHT

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