Meis­ter­brief

Rheinische Post Goch - - STIMME DES WESTENS -

Der Meis­ter­brief ist nicht mehr als ein Stück Pa­pier, das ei­nem Prüf­ling nach be­stan­de­ner Prü­fung aus­ge­hän­digt wird – mit der Ur­kun­de aber sind ge­wis­se Rech­te ver­bun­den: Wer ei­nen Meis­ter­ti­tel führt, darf sich selbst­stän­dig ma­chen und Lehr­lin­ge aus­bil­den. Die Re­geln gel­ten für 41 Be­ru­fe im deut­schen Hand­werk, zum Bei­spiel für Bä­cker und Fri­seu­re. Im ver­gan­ge­nen Jahr woll­te die Eu­ro­päi­sche Uni­on prü­fen, ob das Re­gle­ment den ge­mein­sa­men Bin­nen­markt hemmt; die Hand­wer­ker wehr­ten sich er­folg­reich. Nun aber nimmt die EU ei­nen neu­en An­lauf. Zwar sind die Hand­wer­ker vor­erst aus­ge­nom­men; die EU will prü­fen, wie es um die Ein­stiegs­hür­den et­wa bei Ar­chi­tek­ten und An­wäl­ten steht. Die Hand­wer­ker fürch­ten nun, dass sie zu ei­nem spä­te­ren Zeit­punkt er­neut ins Vi­sier ge­ra­ten.

kl

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