Kaarst will Holz­haus für 100 Flücht­lin­ge er­rich­ten

Rheinische Post Goch - - POLITIK -

KAARST/DÜSSELDORF (hüw/rky) Der Vor­stoß von NRW-Um­welt­mi­nis­ter Jo­han­nes Rem­mel (Grü­ne), Flücht­lin­ge in Holz­häu­sern un­ter­zu­brin­gen, soll jetzt in Kaarst (Kreis Neuss) um­ge­setzt wer­den. In Ab­spra­che mit der Stadt plant das Bau­un­ter­neh­men Pe­ters­haus (Keve­la­er) den Bau ei­ner Un­ter­kunft für rund 100 Per­so­nen. Da­bei geht es um ein Fer­tig­bau­haus, bei dem fast al­le Ele­men­te aus Holz ge­fer­tigt sind. Der Auf­trag soll ver­ge­ben wer­den, um Flücht­lin­ge schnell aus Mas­sen­un­ter­künf­ten her­aus­ho­len zu kön­nen. Die Ge­bäu­de könn­ten in­ner­halb we­ni­ger Mo­na­te fer­tig wer­den, hofft die Ver­wal­tung. Für den Auf­bau der Fer­tig­kom­po­nen­ten sind nur we­ni­ge Ta­ge er­for­der­lich.

Heu­te wird das Ka­bi­nett von Mi­nis­ter­prä­si­den­tin Han­ne­lo­re Kraft (SPD) über den Vor­stoß von Rem­mel dis­ku­tie­ren. Der Mi­nis­ter bot un­ter­des­sen in­ter­es­sier­ten Kom­mu­nen Be­ra­tung durch sein Haus an. „Wir kön­nen so­fort los­le­gen“, füg­te er hin­zu. Die Pla­nung und Er­schlie­ßung der Grund­stü­cke sei­en in je­dem Fall Sa­che der Kom­mu­ne. Die Auf­trä­ge soll­ten vor­nehm­lich hei­mi­schen Hand­wer­kern er­teilt wer­den. Eng­päs­se beim Bau­ma­te­ri­al se­he er nicht: „Holz ist nicht das The­ma.“

Zwar sei­en Holz­häu­ser mit ei­nem Qua­drat­me­ter­preis von bis zu 1600 Eu­ro teu­rer als Zel­te, aber da­für könn­ten die Bau­ten spä­ter auch zu an­de­ren Zwe­cken ge­nutzt wer­den, da die In­nen­ein­rich­tung va­ria­bel sei. Rem­mel er­in­ner­te dar­an, dass nach den bei­den Welt­krie­gen 1918 und 1945 auch „ein­fa­che Ba­ra­cken“aus Holz er­rich­tet wor­den sei­en, um Men­schen un­ter­zu­brin­gen.

Für De­zem­ber pla­nen die NRWMi­nis­ter Gar­relt Du­in (Wirt­schaft) und Rai­ner Schmel­tzer (Ar­beit/So­zia­les) ein Gip­fel­tref­fen mit Ver­tre­tern al­ler be­tei­lig­ten Grup­pen zum The­ma Aus­bil­dung und Ar­beits­markt für Flücht­lin­ge.

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