Atem­pau­se für Air Berlin bis Ja­nu­ar

Rheinische Post Goch - - WIRTSCHAFT - VON REIN­HARD KOWALEWSKY

Vie­le Ge­mein­schafts­flü­ge mit Eti­had sind nur noch zwölf Wo­chen er­laubt.

BERLIN Die Ak­tie von Deutsch­lands zweit­größ­ter Flug­ge­sell­schaft, Air Berlin, rutsch­te ges­tern wei­ter ab. Das ma­ge­re 114 Mil­lio­nen Eu­ro wert­vol­le Un­ter­neh­men hat nur noch bis zum 15. Ja­nu­ar Zeit, um ei­ne neue Art der Zu­sam­men­ar­beit mit Haupt­in­ha­ber Eti­had aus den Ver­ei­nig­ten Ara­bi­schen Emi­ra­ten zu fin­den. Das Bun­des­ver­kehrs­mi­nis­te­ri­um hat­te am Frei­tag ver­kün­det, dass es 31 strit­ti­ge „Co­de-Sha­reFlü­ge“von Air Berlin mit Eti­had nur noch bis zum 15. Ja­nu­ar ge­neh­migt – al­so nicht ein­mal bis zum En­de des Win­ter­flug­pla­nes En­de April. „Das ist ein har­ter Warn­schuss“, sagt der Luft­fahrt­ex­per­te Hein­rich Groß­bon­gardt. Bei Eti­had be­zie­hungs­wei­se Air Berlin wird nun über­legt, ob man die Ent­schei­dung ak­zep­tiert oder da­ge­gen klagt.

Noch ver­gan­ge­ne Wo­che hat­te ein Ver­wal­tungs­ge­richt ver­fügt, dass Air Berlin die um­strit­te­nen 31 Co­deSha­re-Flü­ge bis zum 8. No­vem­ber durch­füh­ren darf. Das von Alex­an- der Do­brindt (CSU) ge­führ­te Ver­kehrs­mi­nis­te­ri­um hat­te vor­ge­habt, die Flü­ge mit dem Be­ginn des Win­ter­flug­plans am Sonn­tag zu ver­bie­ten. Air Berlin und Eti­had müs­sen sich nun über­le­gen, ob sie die um­strit­te­nen Stre­cken bei­spiels­wei­se von Berlin nach Abu Dha­bi künf­tig als „In­ter­li­ning“statt als Co­de-Sha­re ver­kau­fen. Dann könn­te mög­li­cher­wei­se das Ge­päck von um­stei­gen­den Pas­sa­gie­ren durch­ge­lei­tet wer­den, aber Air Berlin und Et­hi­had dürf­ten die Flü­ge nicht mehr un­ter ei­ner Flug­num­mer ver­kau­fen.

Im Hin­ter­grund han­delt es sich um ei­nen Macht­kampf von Luft­han­sa und der Air­line aus Abu Dha­bi.Air Berlin kann nur dank der Ko­ope­ra­ti­on mit Eti­had über­le­ben.

FOTO: DPA

Der Ver­kehrs­mi­nis­ter hat Air Berlin nur we­nig Auf­schub ge­währt.

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