Deut­sches Trio in der NBA oh­ne Chan­ce auf den Ti­tel

Rheinische Post Goch - - SPORT -

VON ECK­HARD CZE­KAL­LA DÜSSELDORF Sie nennt sich die spiel­stärks­te Li­ga der Welt, und je­ne, die das be­haup­ten, ha­ben wohl Recht. Heu­te be­ginnt die 70. Spiel­zeit in der nord­ame­ri­ka­ni­schen Bas­ket­ball-Pro­fi­li­ga (NBA) und da­mit die Jagd der 29 Klubs auf Über­ra­schungs-Cham­pi­on Gol­den Sta­te War­ri­ors aus Oak­land (Ka­li­for­ni­en). Mit da­bei sind drei in Deutsch­land ge­bo­re­ne Pro­fis: Dirk No­witz­ki (37/Dal­las), Den­nis Schrö­der (At­lan­ta/22) und De­bü­tant Ti­bor Pleiß (Utah/25).

No­witz­ki ist in die Jah­re ge­kom­men. Er geht in sei­ne 18. Sai­son. „Ich den­ke nicht je­den Tag an den Strand, aber na­tür­lich kommt der Tag nä­her“, sagt der Würz­bur­ger. Sein Ver­trag mit den Ma­ve­ricks, für die er spielt, seit er 1999 von Würz­burg nach Dal­las um­zog, läuft noch zwei Jah­re. „Ich wer­de auf mei­nen Kör­per ach­ten und schlau mit mei­ner Ener­gie um­ge­hen“, sagt No­witz­ki. Mit dem Ti­tel­ge­winn 2011 hat er sein größ­tes Ziel er­reicht. Dies­mal ist man in Te­xas schon froh, wenn es im Feld der 15 Klubs aus der Wes­tern Di­vi­si­on zu Platz acht und da­mit für die Play-offs reicht.

In der Pre­sea­son blie­ben die Ma­ve­ricks als ein­zi­ges Team oh­ne Er­folgs­er­leb­nis (sie­ben Nie­der­la­gen). „Die gan­ze Vor­be­rei­tung ist nicht op­ti­mal für uns ge­lau­fen. Kei­ne Mann­schaft kann mit acht Ver­letz­ten ver­nünf­tig ar­bei­ten. Bei uns wa- ren fast mehr Spie­ler auf dem Rad als auf dem Feld“, nann­te der Su­per­star ei­nen wich­ti­gen Grund für die Ne­ga­tiv­se­rie.

Wäh­rend No­witz­ki nichts und nie­man­dem mehr et­was be­wei­sen muss, steht Schrö­der noch auf dem Prüf­stand. Im drit­ten Jahr spielt der Braun­schwei­ger bei den At­lan­ta Hawks. An Selbst­be­wusst­sein man­gelt es ihm nicht. „Ich will von Be­ginn an spie­len“, be­tont der Auf­bau­spie­ler, des­sen Auf­trit­te bei der EM zwi­schen ge­ni­al und ego­is­tisch pen- del­ten. Bei ei­nem 22-Jäh­ri­gen aber nach­voll­zieh­bar.

In At­lan­ta ist Jeff Te­ague die Num­mer eins als Play­ma­ker. Noch, wenn es nach Schrö­der geht. Knapp 20 Mi­nu­ten im Schnitt spiel­te er in der ver­gan­ge­nen Sai­son. Die Hawks sei­en zwar ein gu­ter Klub, und At­lan­ta ei­ne schö­ne Stadt, den­noch schließt Schrö­der ei­nen Wech­sel nicht aus, wenn es für ihn nicht ent­schei­dend nach vor­ne geht.

Wäh­rend No­witz­ki auf der Ziel­ge­ra­de sei­ner NBA-Kar­rie­re ist und Schrö­der lang­sam Fahrt auf­nimmt, be­ginnt für Ti­bor Pleiß das Aben­teu­er. Der in Ber­gisch Glad­bach ge­bo­re­ne Cen­ter ist zu­ver­sicht­lich. „Ich ma­che je­den Tag Fort­schrit­te. Nach 14 Jah­ren Bas­ket­ball in Eu­ro­pa ist hier vie­les neu“, sagt der 2,18-mMann, der vom FC Bar­ce­lo­na zu den Jazz wech­sel­te. Der lei­den­schaft­li­che Hob­by­fo­to­graf ist stolz, es in die NBA ge­schafft zu ha­ben. Nun will er sich durch­set­zen „ge­gen Spie­ler, die ich nur aus dem Fern­se­hen oder In­ter­net ge­kannt ha­be“. Pleiß, der am 2. No­vem­ber 26 Jah­re alt wird, ist zwar neu im Team, er ist aber auch der viert­äl­tes­te im 20-Mann-Ka­der.

Kan­di­da­ten für den Ti­tel­ge­winn sind we­der Dal­las, noch At­lan­ta noch Utah. Als Fa­vo­ri­ten wer­den Cleve­land, Gol­den Sta­te, San An­to­nio, Okla­ho­ma und die Los Angeles Clip­pers ge­han­delt. Bleibt ab­zu­war­ten, wer nach Ab­schluss der 82 Spie­le der re­gu­lä­ren Sai­son in den Play­offs (ab 16. April) in Best­form ist.

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Seit 2013 da­bei: Den­nis Schrö­der.

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Geht in sei­ne 18. Sai­son: Dirk No­witz­ki.

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Neu in der stärks­ten Li­ga: Ti­bor Pleiß.

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