Geld­au­to­ma­ten ge­sprengt: Tä­ter ent­kom­men er­neut

Rheinische Post Goch - - NORDRHEIN-WESTFALEN -

GOCH/KRE­FELD (sep) Ei­ne seit Wo­chen mit Hoch­druck ge­such­te Geld­au­to­ma­ten-Ban­de hat ges­tern er­neut in der Re­gi­on zu­ge­schla­gen: Ge­gen 3.30 Uhr ver­such­ten un­be­kann­te Tä­ter in Goch (Kreis Kle­ve) ei­nen Geld­au­to­ma­ten ei­nes Selbst­be­die­nungs­ter­mi­nals in ei­nem Bau­markt zu spren­gen. Der Au­to­mat hielt stand. Nur 20 Mi­nu­ten spä­ter wur­de ein Geld­au­to­mat ei­ner Spar­kas­se im Kre­fel­der Stadt­teil Gar­ten­stadt ge­sprengt. Dort war die Ban­de er­folg­reich. Meh­re­re Zeu­gen sa­hen, wie da­nach ei­ne un­be­leuch­te­te Li­mou­si­ne mit ho­her Ge­schwin­dig­keit weg­fuhr. Zwi­schen bei­den Tat­or­ten lie­gen 55 Ki­lo­me­ter, die Stre­cke führt fast aus­schließ­lich über die A 57. Bei ho­her Ge­schwin­dig­keit könn­te die Dis­tanz in 20 Mi­nu­ten zu ab­sol­vie­ren sein. Gleich­wohl gilt po­li­zei­in­tern die Va­ri­an­te von nur ei­ner Tä­ter­grup­pe als un­wahr­schein­lich. Die Spren­gung be­darf län­ge­rer Vor­be­rei­tung.

Seit Mo­na­ten gibt es im­mer wie­der Fäl­le von Au­to­ma­ten­spren­gun­gen. Von mehr als 30 Fäl­len spricht das Lan­des­kri­mi­nal­amt, das vor ei­ner Wo­che be­kannt gab, ei­ne ei­ge­ne Er­mitt­lungs­grup­pe ge­grün­det zu ha­ben. Als ei­ne Mög­lich­keit gilt, dass ei­ne Ban­de aus den Nie­der­lan­den in wech­seln­der Be­set­zung in Deutsch­land zu­schlägt. Die Po­li­zei hegt die­se Ver­mu­tung, weil bei ei­ner spek­ta­ku­lä­ren Ver­fol­gungs­jagd im Sep­tem­ber 2015 bis­her un­be­kann­te Tä­ter von Düsseldorf in die Nie­der­lan­de flüch­ten konn­ten.

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