Air­port – Mus­ter­kla­ge er­folg­reich

Rheinische Post Goch - - GRENZLAND POST -

GOCH/WEE­ZE (nik) Die rund 100 Klä­ger, die vom Flug­ha­fen Nie­der­rhein Ent­schä­di­gungs­leis­tun­gen da­für be­kom­men ha­ben, dass sie von Flug­zeug­ge­räu­schen be­trof­fen sind, soll­ten die­ses Geld ver­steu­ern, be­fand das Fi­nanz­amt Kle­ve. Ein Be­trof­fe­ner hat­te sei­nen Steu­er­be­ra­ter­be­auf­tragt, für ihn Kla­ge zu füh­ren, denn ei­ne Ent­schä­di­gung sei schließ­lich nur ein Scha­den­er­satz und nichts, was sein Ver­mö­gen er- hö­he. Steu­er­be­ra­ter Hu­bert van Mee­gen leg­te die Sa­che als Mus­ter­kla­ge an und ge­wann, wie Karl­Heinz Kan­dolf als Vor­sit­zen­der der Flug­ha­fen­geg­ner der RP ges­tern mit­teil­te. Das Fi­nanz­ge­richt in Düsseldorf ha­be rechts­kräf­tig zu­guns­ten des Klä­gers ent­schie­den. Die vom Fi­nanz­amt ein­ge­leg­te Nicht­zu­las­sungs­be­schwer­de wur­de vom Bun­des­fi­nanz­hof (IX B 140/14) als un­be­grün­det zu­rück­ge­wie­sen.

„Nun kann sich das Fi­nanz­amt über­le­gen, ob es nur bei mei­nem Man­dan­ten auf die Ver­steue­rung der Ent­schä­di­gungs­leis­tung ver­zich­tet oder bei den üb­ri­gen 99 Be­trof­fe­nen auch“, so van Mee­gen. Ins­be­son­de­re Be­woh­ner von Winnekendonk hat­ten ge­gen den Flug­ha­fen ge­klagt. Pro Klä­ger sol­len 5000 Eu­ro aus­ge­zahlt wor­den sein, die et­wa für Lärm­schutz ver­wen­det wer­den konn­ten.

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