Bun­des­tags­prä­si­dent stellt Frei­han­dels­ab­kom­men in­fra­ge

Rheinische Post Goch - - VORDERSEITE -

BERLIN (jd) Uni­ons­frak­ti­ons­vi­ze Micha­el Fuchs (CDU) hat in der De­bat­te um man­geln­de Trans­pa­renz beim ge­plan­ten trans­at­lan­ti­schen Frei­han­dels­ab­kom­mens TTIP Bun­des­tags­prä­si­dent Nor­bert Lam­mert (CDU) kri­ti­siert. „Den Vor­wurf ei­ner man­geln­den Trans­pa­renz bei TTIP se­he ich nun wirk­lich gar nicht mehr“, sag­te Fuchs un­se­rer Re­dak­ti­on. Die EU-Kom­mis­si­on ha­be die Trans­pa­renz ge­wal­tig er­höht. Mitt­ler­wei­le wür­den prak­tisch al­le EUPo­si­tio­nen im In­ter­net zur Ver­fü­gung ste­hen.

Zu­vor hat­te Bun­des­tags­prä­si­dent Nor­bert Lam­mert ei­ne Zu­stim­mung des Bun­des­ta­ges zu TTIP in­fra­ge ge­stellt. „Ich hal­te es für aus­ge­schlos­sen, dass der Bun­des­tag ei­nen Han­dels­ver­trag zwi­schen der Eu­ro­päi- schen Uni­on und den USA ra­ti­fi­zie­ren wird, des­sen Zu­stan­de­kom­men er we­der be­glei­ten noch in al­ter­na­ti­ven Op­tio­nen be­ein­flus­sen konn­te“, hat­te der CDU-Po­li­ti­ker den Zei­tun­gen der Fun­ke Me­di­en­grup­pe ge­sagt. Mit EU-Kom­mis­si­ons­prä­si­dent Je­an-Clau­de Juncker sei er sich ei­nig, dass die re­le­van­ten Ver­hand­lungs­do­ku­men­te, ins­be­son­de­re Er­geb­nis­se im Ver­hand­lungs­pro­zess, „al­len Mit­glied­staa­ten der EU und dort ne­ben den Re­gie­run­gen auch den Par­la­men­ten zu­gäng­lich sein müs­sen“, sag­te Lam­mert. Sein Par­tei­freund Fuchs sag­te in­des, die Zu­stän­dig­keit für die Ver­hand­lung von Frei­han­dels­ab­kom­men der Eu­ro­päi­schen Uni­on lie­ge ein­deu­tig bei der EU-Kom­mis­si­on.

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