Po­li­zis­ten stür­men Fern­seh­sen­der in der Tür­kei

Rheinische Post Goch - - POLITIK -

ISTAN­BUL (dpa) Vier Ta­ge vor der Neu­wahl in der Tür­kei ist das Ge­bäu­de der re­gie­rungs­kri­ti­schen Me­di­en­grup­pe Ko­za Ipek in Istan­bul von Po­li­zis­ten ge­stürmt wor­den. Ges­tern Mor­gen ver­schaff­ten sich Si­cher­heits­kräf­te vor lau­fen­den Fern­seh­ka­me­ras un­ter an­de­rem mit ei­nem Me­tall­schnei­der Zu­gang zum Ge­län­de, wie auf TV-Bil­dern zu se­hen war. An­ge­stell­te ver­such­ten, die Po­li­zei mit Re­gen­schir­men zu­rück­zu­drän­gen. Die Be­am­ten setz­ten Trä­nen­gas ein. In dem Ge­bäu­de im Be­zirk Sis­li sind un­ter an­de­rem die Sen­der Ka­nal­türk und Bugün TV un­ter­ge­bracht.

Die EU re­agier­te be­sorgt auf das Vor­ge­hen der tür­ki­schen Be­hör­den. „Die Tür­kei muss wie je­des an­de­re Land, das über ei­nen EU-Bei­tritt ver­han­delt, si­cher­stel­len, dass die Men­schen­rech­te ein­ge­hal­ten wer­den – das schließt auch das Recht auf freie Mei­nungs­äu­ße­rung ein“, sag­te die Spre­che­rin der EU-Au­ßen­be­auf­trag­ten Fe­de­ri­ca Mo­g­her­i­ni.

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