Klei­ne Sprach­kun­de für „Dieselgate“

Rheinische Post Goch - - WIRTSCHAFT -

VW hat ein neu­es Wort ge­fun­den, das den Skan­dal um mil­lio­nen­fach ma­ni­pu­lier­te Ab­gas­wer­te um­schreibt: „ Die­selthe­ma­tik“. Der Be­griff fin­det sich in der Quar­tals­bi­lanz 22 Mal. Wie aus dem Kon­zern ver­lau­tet, will VW die Wort­schöp­fung flä­chen­de­ckend für sei­ne Kom­mu­ni­ka­ti­on nut­zen. Im Eng­li­schen ist von „ die­sel is­sue“die Re­de. Wäh­rend Me­di­en und An­le­ger schnell von „ Af­fä­re“und „ Skan­dal“spra­chen, ver­folg­te der Kon­zern an­fangs nicht im­mer ei­ne kla­re Li­nie: Der in­zwi­schen zu­rück­ge­tre­te­ne VW-Boss Mar­tin Win­ter­korn hat­te zu­nächst eher va­ge von „ Un­re­gel­mä­ßig­kei­ten“ge­spro­chen. Am 6. Ok­to­ber schrieb VW in ei­ner Mit­tei­lung oh­ne Um­schwei­fe von „ Ab­gas­skan­dal“und zi­tier­te Win­ter­korns Nach­fol­ger Mat­thi­as Müller mit den Be­griff­lich­kei­ten „ Kri­se“und „ Pro­ble­me“.

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