Go­cher CDU will die Park­ge­büh­ren sen­ken

Rheinische Post Goch - - GRENZLAND POST - VON MICHA­EL BAERS

Nach­dem im Wahl­kampf al­le Par­tei­en si­gna­li­siert hat­ten, an der seit Mai be­ste­hen­den Re­ge­lung et­was än­dern zu wol­len, hat die CDU-Frak­ti­on nun ei­nen An­trag an den Bür­ger­meis­ter ge­stellt.

GOCH We­ni­ge Ta­ge nach sei­ner Wahl zum neu­en Frak­ti­ons­vor­sit­zen­den der Go­cher CDU hat Andre­as Spren­ger den ers­ten An­trag an Ul­rich Knick­rehm ver­fasst. Das The­ma ist die nach wie vor um­strit­te­ne Park­raum­be­wirt­schaf­tung. Im Bür­ger­meis­ter-Wahl­kampf hat­ten al­le Par­tei­en si­gna­li­siert, dass an dem Kon­zept, so wie es bis­her um­ge­setzt wur­de, et­was ge­än­dert wer­den müs­se. Zu viel Un­zu­frie­den­heit hat­te es von Be­ginn an in der Be­völ­ke­rung ge­ge­ben. Zu we­nig Ak­zep­tanz gibt es nach wie vor für die Ge­büh­ren­pflicht.

Nun ha­ben die Christ­de­mo­kra­ten den An­fang ge­macht und sich schrift­lich beim Bür­ger­meis­ter nach den bis­he­ri­gen Ein­nah­men und Kos­ten der im Mai ein­ge­führ­ten Park­raum­be­wirt­schaf­tung er­kun­digt. Kle­mens Spronk, Spre­cher der Frak­ti­on, er­klärt: „Wir möch­ten an­hand die­ser Zah­len mit den an­de­ren Frak­tio­nen in ei­ne Dis­kus­si­on über Nach­bes­se­run­gen ein­stei­gen – un­ge­ach­tet des­sen sind wir aber der Mei­nung, dass in ei­ni­gen Be­rei­chen nach­ge­bes­sert wer­den muss.“

Und die Go­cher CDU hat auch schon kon­kre­te Vor­stel­lun­gen. So soll die Dau­er der durch die so­ge­nann­te „mit­ein­an­der-Tas­te“, die bei­spiels­wei­se für den Bröt­chen­kauf ge­dacht ist, zur Ver­fü­gung ge­stell­ten Frei­mi­nu­ten von fünf auf zehn ver­dop­pelt wer­den. Auch an der ma­xi­mal zur Ver­fü­gung ste­hen- den Ge­samt­park­zeit von zwei St­un­den wol­le man Ve­rän­de­run­gen vor­neh­men, so Spronk. „Ein Ein­kaufs­bum­mel un­ter Zeit­druck soll­te nicht sein, hier wä­ren drei St­un­den ein Schritt in die rich­ti­ge Rich­tung.“

Seit Ein­füh­rung der An­woh­ner­park­aus­wei­se (sie­he In­fo) wur­den bis­her ins­ge­samt 172 (da­von 48 Jah­res­ti­ckets) sol­cher Be­schei­ni­gun­gen be­an­tragt. Laut CDU ein Hin­weis dar­auf, dass die ge­rin­ge An­fangs­Ak­zep­tanz nicht ab­ge­nom­men hat. Für je­ne, die ih­ren Haupt­wohn­sitz in der In­nen­stadt ha­ben und nicht über Ga­ra­ge oder Stell­platz ver­fü­gen, sei­en 17,50 Eu­ro im Mo­nat oder 175 Eu­ro pro Jahr schlicht zu teu­er. „Das müs­sen wir dras­tisch sen­ken“, so Spronk. Dar­über hin­aus er­klär­te der 52-Jäh­ri­ge: „Durch deut­lich güns­ti­ge­re An­woh­ner­park­aus­wei­se könn­ten wir über die ver­kauf­ten Stück­zah­len ei­nen hö­he­ren Ge­samt­er­lös er­zie­len.“

Wer sich ein­mal in den so­zia­len Netz­wer­ken um­se­he, so Spronk, der er­ken­ne schnell, dass aber nicht nur in­halt­li­che Ve­rän­de­run­gen von­nö­ten sei­en. Es müs­se auch noch ein­mal über die Art und Wei­se der Um­set­zung ge­spro­chen wer­den: „Bei den Kon­trol­len muss auf ein bür­ger­freund­li­che­res Vor­ge­hen mit mehr Fin­ger­spit­zen­ge­fühl ge­ach­tet wer­den.“Ei­ne groß­zü­gi­ge­re Her­an­ge­hens­wei­se kön­ne da­für sor­gen, dass die Ak­zep­tanz stei­ge und nicht die po­ten­zi­el­le Ein­nah­me­quel­le für die Stadt im Vor­der­grund ste­he. Das zeu­ge von „Fin­ger­spit­zen­ge­fühl“.

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