2015 war ein „un­ge­wöhn­li­ches“Ho­nig-Jahr

Rheinische Post Goch - - BLICKPUNKT KLEVE -

KLE­VE (di­do) „Gu­te Ho­nig-Ern­te in NRW“, das hat die Land­wirt­schafts­kam­mer NRW ges­tern ver­kün­det. Die Aus­beu­te aus der Früh­tracht und Som­mer­tracht ha­be bei knapp 37 Ki­lo­gramm Ho­nig je Bie­nen­volk ge­le­gen. Im Re­gie­rungs­be­zirk Düsseldorf hät­ten die Im­ker Er­trä­ge von 34,2 Ki­lo­gramm er­reicht. In durch­schnitt­li­chen Jah­ren ern­te­ten sie in NRW nur et­wa 30 Ki­lo­gramm.

Die Vor­sit­zen­de des Kel­le­ner Im­ker­ver­eins, An­ja Haus­wald, die selbst in die­sem Jahr acht Völ­ker hat­te, kann die­ser Ein­schät­zung nur be­dingt zu­stim­men. „Vie­le un­se­rer Mit­glie­der wa­ren sehr un­zu­frie­den mit der Ho­nig-Ern­te. Aber ich wür­de auch sa­gen: Ins­ge­samt war sie durch­schnitt­lich. Auf je­den Fall war es zu­min­dest für die Im­ker im Kle­ver Raum ein un­ge­wöhn­li­ches Ho­nig-Jahr.“Auf­grund der gro­ßen Tro­cken­heit sei die Früh­tracht na­he­zu „aus­ge­fal­len“. Ge­ern­tet hät­ten die Im­ker sehr tro­cke­nen, da­mit sehr har­ten Ho­nig. Bei der Spättracht ha­be es dann kaum Lin­den­blü­ten­Ho­nig ge­ge­ben, son­dern fast nur den sonst am Nie­der­rhein eher sel­te­nen „Blatt­ho­nig“.

Dau­er­pro­blem für die Im­ker bleibt al­ler­dings die Var­roa-Mil­be. Doch nach­dem der blut­sau­gen­de Pa­ra­sit im ver­gan­ge­nen Jahr be­son­ders bru­tal „zu­ge­schla­gen“hat, sieht An­ja Haus­wald nun An­läs­se zum Op­ti­mis­mus, dass 2015 nicht so schlimm wird. Grund­sätz­lich gel­te aber: „Bei der Var­roa-Mil­be ist es ein we­nig so wie mit den Kopf­läu­sen bei Kin­dern: Wenn man die Mil­ben bei den Bie­nen ent­deckt, dann muss man sie auch gleich be­kämp­fen – dann kriegt man sie in den Griff.“

RP-ARCHIVFOTO: STA­DE

Ein Im­ker an sei­nen Bie­nen­stö­cken.

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