Um­welt­mi­nis­te­rin Hend­ricks will mehr Kin­der­lärm zu­las­sen

Rheinische Post Goch - - VORDERSEITE -

BERLIN (jd) Bun­des­um­welt- und bau­mi­nis­te­rin Bar­ba­ra Hend­ricks (SPD) will An­woh­ner­kla­gen ge­gen lau­te Kin­der­stim­men künf­tig zu­sätz­lich er­schwe­ren. So soll künf­tig auch Kin­der­lärm, der von Sport­stät­ten aus­geht, nicht mehr ge­richt­lich an­fecht­bar sein. Das geht aus ei­nem Pa­pier des Mi­nis­te­ri­ums her­vor, das un­se­rer Re­dak­ti­on vor­liegt. Hend­ricks will es heu­te bei der Bau­mi­nis­ter­kon­fe­renz von Bund und Län­dern in Dres­den vor­stel­len.

„Ver­eins­sport von Kin­dern soll (...) in den Ru­he­zei­ten, et­wa an Sonn- und Fei­er­ta­gen zwi­schen 13 und 15 Uhr, un­ein­ge­schränkt statt­fin­den kön­nen“, heißt es im Pa­pier. Kin­der­lärm ge­hö­re zum Le­ben und sei kein Lärm, der nach dem Im­mis­si­ons­schutz­recht be­ur­teilt wer­den soll­te, schreibt Hend­ricks’ Mi­nis­te­ri­um.

Be­reits vor vier Jah­ren hat­te sich der da­ma­li­ge Bun­des­um­welt­mi­nis­ter Nor­bert Rött­gen (CDU) für ei­ne Re­ge­lung ein­ge­setzt, wo­nach Kin­der­lärm, der von Ki­tas und Spiel­plät­zen kommt, recht­lich pri­vi­le­giert wird. Der Bun­des­tag ver­ab­schie­de­te das Ge­setz mit gro­ßer Mehr­heit. Kla­gen ge­gen Ki­tas wa­ren da­mit na­he­zu aus­ge­schlos­sen.

In ih­rem Pa­pier spricht sich Hend­ricks nun au­ßer­dem für ei­ne Neu­re­ge­lung des Bau­rechts aus, um es Kom­mu­nen zu er­leich­tern, neu­en Wohn­raum zu schaf­fen. Zu­dem wünscht sie sich ei­ne Neu­re­ge­lung des Ver­kehrs zu­guns­ten von Rad­fah­rern. Stim­me des Wes­tens

Newspapers in German

Newspapers from Germany

© PressReader. All rights reserved.