Schein­ar­gu­men­te

Rheinische Post Goch - - LESERFORUM - Diet­mar Nil­gen per Mail

Bis­her hat mir nie­mand ein schlüs­si­ges Ar­gu­ment nen­nen kön­nen, war­um Deutsch­land Scha­ren von il­le­ga­len Ein­wan­de­rern un­kon­trol­liert ins Land lässt. Denn um Flücht­lin­ge und Asyl­be­rech­tig­te han­delt es sich in den we­nigs­ten Fäl­len. Die Sicht des In­sti­tuts der deut­schen Wirt­schaft von ei­ner Son­der­kon­junk­tur wirkt ge­ra­de­zu lä­cher­lich. „Denn der Staat pumpt jetzt vie­le Mil­li­ar­den für die Ver­sor­gung der Flücht­lin­ge in die Wirt­schaft“, die­se Aus­sa­ge zeugt von pu­rem Ego­is­mus und er­höht die An­zahl der Schein­ar­gu­men­te. Wo­her nimmt der Staat das Geld? Na­tür­lich von den Bür­gern, die zah­len dür­fen und nicht vom Zu­wan­de­rungs­cha­os durch Ver­mie­tung von Im­mo­bi­li­en oder Ver­kauf von Wohn­con­tai­nern pro­fi­tie­ren – ei­ne gi­gan­ti­sche Um­ver­tei­lung von un­ten nach oben! Oder hat Herr Schäu­b­le bei ei­ner Ver­schul­dung von 2000 Mil­li­ar­den Eu­ro ei­ne Gold­ader ent­deckt? Aber die­ses Geld könn­te er für die Sa­nie­rung un­se­rer Ver­kehrs­we­ge, Schu­len etc. aus­ge­ben und auch zur Zuf­rie­den­heit der Un­ter­neh­men ei­nen Kon­junk­tur­im­puls schaf­fen. Der Kom­men­tar der RP folgt den Schein­ar­gu­men­ten der Un­ter­neh­mer­schaft kri­tik­los.

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