„Die Mit­ar­bei­ter müs­sen den Kopf hin­hal­ten“

Rheinische Post Goch - - WIRTSCHAFT - R. KOWALEWSKY STELL­TE DIE FRA­GEN.

Herr Ger­ke, die Deut­sche Bank baut 9000 Stel­len ab. Hat Sie das als Fi­nanz­pro­fes­sor ge­schockt? GER­KE Nein, der Stel­len­ab­bau ist un­ver­meid­bar. Die Deut­sche Bank hat viel zu ho­he Kos­ten, sie hat die Di­gi­ta­li­sie­rung ver­schla­fen und kann dar­um mit vie­len Wett­be­wer­bern nicht mit­hal­ten. Die Mit­ar­bei­ter müs­sen nun für die Feh­ler der Ver­gan­gen­heit den Kopf hin­hal­ten. Ret­tet die Ra­di­kal­kur Deutsch­lands größ­te Bank? GER­KE Ich bin op­ti­mis­tisch. Die Deut­sche Bank hat ei­ne sehr gu­te Kun­den­ba­sis. Wenn sie die­se künf­tig mit nied­ri­ge­ren Kos­ten be­dient, kann sie viel ren­ta­bler wer­den. Glau­ben Sie, dass der neue Chef die Skan­dal­se­rie be­en­det? GER­KE Die ho­hen Geld­stra­fen der Ge­rich­te und der Re­gu­lie­rungs­be­hör­den er­zwin­gen das En­de der Skan­da­le. Das Un­ter­neh­men muss mo­ra­li­scher han­deln, weil es sich wei­te­re Ver­feh­lun­gen ein­fach nicht mehr leis­ten kann. In­so­fern ge­he ich da­von aus, dass John Cryan für ein deut­lich sau­be­re­res Ver­hal­ten des Ma­nage­ments und der Händ­ler sorgt. Es gibt kei­ne Al­ter­na­ti­ve. Dro­hen Spar­kas­sen und Volks­ban­ken auch Ra­di­kal­ku­ren? GER­KE Auch sie müs­sen viel mehr di­gi­ta­li­sie­ren und die Zahl ih­rer Fi­lia­len sen­ken. Al­so kommt auch auf die­se Fi­nanz­häu­ser noch ei­ni­ges zu.

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