Staats­an­walt er­mit­telt ge­gen 14 Be­schul­dig­te – auch in Kle­ve

Rheinische Post Goch - - BLICKPUNKT KLEVE - VON HEINZ KÜH­NEN

Bü­ros des Un­ter­neh­mens Loock Erd- und Tief­bau sol­len in der Schwanenstadt durch­sucht wor­den sein.

KLE­VE/XAN­TEN Mit ei­nem Groß­auf­ge­bot an Po­li­zei­be­am­ten hat­te die Staats­an­walt­schaft Kle­ve zu­sam­men mit Be­am­ten des Lan­des­kri­mi­nal­amts (LKA) und der Kri­mi­nal­po­li­zei das Rat­haus in Xan­ten so­wie meh­re­re Pri­vat­woh­nun­gen – auch in an­de­ren Städ­ten – durch­sucht. Die Ak­ti­on stand im Zu­sam­men­hang mit Er­mitt­lun­gen im Auf­ga­ben­be­reich des Di­enst­leis­tungs­un­ter­neh­mens Xan­ten (DBX). Es geht laut der er­mit­teln­den Staats­an­walt­schaft um mög­li­che Un­re­gel­mä­ßig­kei­ten bei der Ver­ga­be und der Abrech­nung von ver­schie­de­ner Bau­pro­jek­ten. Aus­lö­ser wa­ren zwei an­ony­me Straf­an­zei­gen.

Durch­sucht wor­den sein sol­len auch die Bü­ros des Kle­ver Un­ter­neh­mens Loock Erd- und Tief­bau, auch dort sol­len Un­ter­la­gen be- schlag­nahmt wor­den sein. Ober­staats­an­walt Gün­ter Nei­fer sag­te da­zu ges­tern: „Ich ma­che kei­ner­lei An­ga­ben zu Be­schul­dig­ten“.

Nei­fer hat aber das Aus­maß der Er­mitt­lun­gen im Zu­sam­men­hang mit Un­re­gel­mä­ßig­kei­ten bei Auf­trags­ver­ga­ben und Abrech­nun­gen des Di­enst­leis­tungs­be­triebs Stadt Xan­ten kon­kre­ti­siert.

– Er­mit­telt, so der Pres­se­spre­cher der Staats­an­walt­schaft Kle­ve, wer­de ge­gen ins­ge­samt 14 Per­so­nen.

– Be­schul­dig­te sind da­bei kei­nes­wegs nur Mit­ar­bei­ter des Di­enst­leis­tungs­be­triebs, son­dern auch In­ha­ber pri­va­ter Fir­men.

– Zu­dem, so der Ober­staats­an­walt wei­ter, ge­he es nicht um ei­ne be­stimm­te Fach­rich­tung im Bau­we­sen al­lein.

– Be­trof­fen sei­en auf kei­nen Fall Vor­gän­ge aus der jüngs­ten Ver­gan­gen­heit (wie zum Bei­spiel die ak­tu­el­le Dis­kus­si­on um die Bei­trä­ge in Ma­ri­en­baum).

– Und schließ­lich: Ne­ben den be­reits ge­nann­ten zwei an­ony­men An­zei­gen ha­be es auch ei­ne Straf­an­zei­ge ei­ner na­ment­lich be­kann­ten Per­son ge­ge­ben. Oh­ne­hin aber hät­ten die Er­mitt­ler auch bei den ers­te­ren schon ein­schrei­ten müs­sen, da es sich um ein so­ge­nann­tes Of­fi­zi­alde­likt hand­le. Es sei­en kon­kre­te Fäl­le be­nannt wor­den, und es ha­be sich nach Vor­er­mitt­lun­gen der Ver­dacht von Un­re­gel­mä­ßig­kei­ten ver­stärkt.

Nei­fer er­klär­te da­zu: „Oh­ne die Kon­kre­ti­sie­rung hät­te der Er­mitt­lungs­rich­ter auch nie die Durch­su­chun­gen vom ver­gan­ge­nen Di­ens­tag ge­neh­migt. Bei den Haus­su­chun­gen wa­ren, wie be­rich­tet, je­de Men­ge Da­ten­sät­ze und Ak­ten si­cher­ge­stellt wor­den. Die­se wer­den nun ge­sich­tet, ge­ord­net und be­wer­tet. Da gibt es kei­ne Fris­ten: „Das kann dau­ern.“

RP-ARCHIVFOTO: EVERS

Der Spre­cher der Staats­an­walt­schaft in Kle­ve, Ober­staats­an­walt Gün­ter Nei­fer

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