Flücht­lin­ge Kalkar

Rheinische Post Goch - - ZUHAUSE IN KALKAR - Wil­fried van Haag Kalkar

Nie­mand kann sich wohl in den heu­ti­gen Ta­gen den Grund­la­gen und Aus­wir­kun­gen der Flücht­lings­ka­ta­stro­phe ent­zie­hen. Da­her sind al­le An­sät­ze, zu­nächst ein­mal die pri­mä­re Not die­ser Men­schen zu lin­dern, zu be­grü­ßen. So ver­ste­he ich auch den An­satz der CDU Kalkar. Was mich wun­dert, ist, dass bei den Über­le­gun­gen Un­ter­brin­gungs­mög­lich­kei­ten im Schul­zen­trum Kalkar nicht mit ein­be­zo­gen wur­den. Be­kannt ist, dass nach der Schlie­ßung der Haupt­schu­le voll­sa­nier­te Tei­le im mo­der­nen Ge­bäu­de­be­reich un­ge­nutzt oder über den plan­mä­ßi­gen Rau­m­an­spruch von Gym­na­si­um be­zie­hungs­wei­se Re­al­schu­le ein­ge­setzt wer­den. Die Grund­schu­le da­ge­gen ist in ei­nem al­ten Ge­bäu­de un­ter­ge­bracht. Die Über­le­gun­gen, die Grund­schu­le in dem mo­der­nen Teil un­ter­zu­brin­gen exis­tie­ren seit län­ge­rer Zeit, wur­den aber nicht um­ge­setzt. War­um nicht? An­ge­nom­men, die­ser Um­zug könn­te mit­tel­fris­tig ge­lin­gen, dann könn­te die­ses al­te Ge­bäu­de ge­prüft wer­den, ob es für die Auf­nah­me von Flücht­lings­fa­mi­li­en ge­eig­net wä­re be­zie­hungs­wei­se wo­durch es er­tüch­tigt wer­den könn­te. Den um­fang­rei­che­ren Er­for­der­nis­sen an sa­ni­tä­rer Aus­stat­tung wä­re vi­el­leicht durch auf­zu­stel­len­de Con­tai­ner nach­zu­kom­men. In der Vor-Bür­ger­meis­ter­wahl-Zeit hat man in Kalkar viel dar­über hö­ren kön­nen, dass das Ge­bäu­de­ma­nage­ment der Stadt auf dem Prüf­stand ste­he, um durch Ver­kauf die pre­kä­re Haus­halts­la­ge in den Griff zu be­kom­men. Wenn es aber leer­ste­hen­de be­heiz­ba­re Ge­bäu­de gä­be, wä­re die Nut­zung als Un­ter­kunft für die Flücht­lin­ge doch vi­el­leicht min­des­tens über die kal­te Jah­res­zeit hin­weg denk­bar. Der Auf­wand der Her­rich­tung der Ge­bäu­de wä­re wohl über­schau­bar. Blie­be noch zu hof­fen, dass die Kal­ka­rer Nach­bar­schaft und die in der Stadt auf­ge­nom­me­nen Flücht­lin­ge zu ei­nem ge­deih­li­chen Mit­ein­an­der fän­den.

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