ETF: Trend­si­gna­le nut­zen

Rheinische Post Goch - - EXTRA UNABHÄNGIGE - VON PATRICK PE­TERS

Das VZ Ver­mö­gens­Zen­trum setzt tech­ni­sche Ana­ly­sen ein, um gu­te Ein- und Aus­stiegs­zeit­punk­te (für Ex­ch­an­ge Tra­ded Funds) zu iden­ti­fi­zie­ren.

Der Som­mer war heiß, nicht nur beim Wet­ter. Auch an den Bör­sen hat es im Au­gust kräf­tig ge­rap­pelt. Chi­na hat­te den Ren­min­bi ab­ge­wer­tet, dar­auf­hin gab es im chi­ne­si­schen Leit­in­dex deut­li­che Ein­brü­che. Und das hat sich auch auf Deutsch­land aus­ge­wirkt, wie Micha­el Hu­ber rück­bli­ckend be­rich­tet. „Nach den star­ken An­stie­gen der ver­gan­ge­nen Zeit wa­ren die An­le­ger ge­schockt, und vie­le ha­ben kal­te Fü­ße be­kom­men. In Kom­bi­na­ti­on mit den im­mer häu­fi­ger com­pu­ter­ge­stütz­ten Or­ders hat das zu den Kor­rek­tu­ren ge­führt“, sagt das Mit­glied der Ge­schäfts­lei­tung beim Ver­mö­gens­ver­wal­ter VZ Ver­mö­gens­Zen­trum, das auch für die Nie­der­las­sun­gen in Düsseldorf und Frank­furt ver­ant­wort­lich ist.

Sol­che Schwan­kun­gen könn­ten die Märk­te in der Zu­kunft auch im­mer wie­der tref­fen, be­tont Micha­el Hu­ber. „Des­halb ist es die Auf­ga­be des Ver­mö­gens­ver­wal­ters, Si­che­rungs­me­cha­nis­men zu ent­wi­ckeln, um die Vo­la­ti­li­tät so nied­rig wie mög­lich bei der gleich­zei­ti­gen Be­wah­rung von Ren­di­te-Chan­cen zu hal­ten.“Beim VZ Ver­mö­gens­Zen­trum ste­hen da­bei ETF (bör­sen­no­tier­te In­dex-Fonds – Ex­ch­an­ge Tra­ded Funds) im Mit­tel­punkt. Zwar sei­en die­se für sich ge­nom­men na­tür­lich nicht ab­sturz­si­cher – schließ­lich bil­de­ten sie In­di­zes ab und stie­gen und sän­ken mehr oder we­ni­ger par­al­lel mit die­sen ge­mein­sam. „Den­noch kommt un­se­re ETF-Stra­te­gie sehr gut an. Denn wir ha­ben das VZ-Trend­si­gnal ent­wi­ckelt, ei­ne Kom­bi­na­ti­on von ver­schie­de­nen Trend­in­di­ka­to­ren und Ri­si­ko­ma­nage­ment.“

Das Kon­zept funk­tio­niert fol­gen­der­ma­ßen: Das VZ Ver­mö­gens­Zen­trum hat für sämt­li­che in­ter­na­tio­na­le Märk­te und An­la­ge­klas­sen, in de­nen das Un­ter­neh­men mit Kun­den­gel­dern in­ves­tiert ist, ein ETF se­lek­tiert, das die­se Ka­te­go­rie best­mög­lich ab­bil­det. Dar­auf wird das Trend­si­gnal dau­er­haft an­ge­wen­det, und zwar im Sin­ne ei­ner „In­vest­ment-Am­pel“, will hei­ßen: „Es gibt zwei mög­li­che Trend­si­gna­le pro Ti­tel, näm­lich ne­ga­tiv und po­si­tiv. Bei ei­nem po­si­ti­ven Si­gnal kau­fen wir zu be­zie­hungs­wei­se blei­ben in­ves­tiert, bei ei­nem ne­ga­ti­ven stei­gen wir aus, um die mög­li­chen Ver­lus­te nach un­ten zu be­gren- zen“, sagt Micha­el Hu­ber. „Das führt da­zu, dass wir die ei­gent­lich pas­si­ven ETFs sehr ak­tiv ein­set­zen und dau­er­haft so­wohl zur Ren­di­te­opti­mie­rung als auch zur Ri­si­ko­re­du­zie­rung ma­na­gen.“Die Si­gna­le wer­den von ei­nem Com­pu­ter­sys­tem mit­tels spe­zi­el­ler Al­go­rith­men ge­setzt, die Or­der aber fi­nal von ei­nem Be­ra­ter aus­ge­führt. „Der Com­pu­ter kauft oder ver­kauft nicht, das tut bei uns aus­schließ­lich der Mensch, um bei­spiels­wei­se ei­ne feh­ler­haf­te Or­der auf­grund ei­nes Sys­tem­pro­blems zu ver­hin­dern.“

Das VZ-Trend­si­gnal ba­siert auf ei­ner rein tech­ni­schen Ana­ly­se. Ein Be­stim­mungs­fak­tor ist ein ad­ap­ti­ver glei­ten­der Durch­schnitt, der sich der Markt­si­tua­ti­on (ho­he Dy­na­mik, tie­fe Dy­na­mik) an­passt. Hier­bei fließt die „Rau­heit“der Markt­be­we­gun­gen ein. Für ei­nen eher kurz­fris­ti­gen, zwi­schen­zeit­li­chen Ka­pi­tal­schutz wird zu­dem täg­lich ein sys­te­ma­ti­sches Ri­si­ko­ma­nage­ment an­ge­wen­det. Hier­bei wird mit Stop-Loss und wei­te­ren tech­ni­schen In­di­ka­to­ren ge­ar­bei­tet. „In Sum­me er­hö­hen die­se die Ro­bust­heit des VZ-Trend­si­gnals“, sagt Micha­el Hu­ber, der in die­sem Zu­sam­men­hang auf ei­ne ta­ges­ak­tu­el­le Quo­te in ei­nem re­gel­ba­sier­ten ETF-An­la­ge­port­fo­lio hin­weist. „Am 23. Ok­to­ber wa­ren wir mit 59 Pro­zent des ver­füg­ba­ren Ver­mö­gens in­ves­tiert, da­von aber nur mit zehn Pro­zent in den Ak­ti­en­märk­ten, der Rest in An­lei­hen. Auch in die­sem Seg­ment kön­nen wir gu­te Ren­di­ten er­zie­len, in­dem wir Si­gna­le nut­zen. Die Li­qui­di­tät lag im Ta­ges­geld be­zie­hungs­wei­se im Geld­markt, um kurz­fris­tig ein­stei­gen zu kön­nen.“

FOTO: VZ

Micha­el Hu­ber, VZ Ver­mö­gens­Zen­trum

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