Mit Stan­dard­an­ge­bo­ten kom­men An­le­ger heu­te nicht weit. Unabhängige Ver­mög nied­ri­ger Zin­sen an­spre­chen­de Ren­di­ten zu si­chern. Ih­re Kon­zep­te ha­ben sie beim

Rheinische Post Goch - - EXTRA UNABHÄNGIGE - VON JÜR­GEN GRO­SCHE

So kom­pli­ziert, wie die Welt­la­ge heu­te er­scheint, so un­ter­schied­lich gestal­ten sich Lö­sungs­we­ge für Auf­ga­ben al­ler Art. Auch für die Geld­an­la­ge. Es gibt da kein Ent­we­der – Oder; un­ter­schied­li­che Kon­zep­te kön­nen durch­aus glei­cher­ma­ßen er­folg­reich sein. Man­che be­wäh­ren sich be­son­ders in be­stimm­ten Markt­pha­sen.

Unabhängige Ver­mö­gens­ver­wal­ter kön­nen in die­sem Um­feld ih­re Stär­ken voll aus­spie­len. „Je­der ein­zel­ne Ver­mö­gens­ver­wal­ter hat sei­ne spe­zi­el­le Ex­per­ti­se“, be­tont Tho­mas Acker (Spie­ker­mann & CO) beim RP-Fi­nanz­fo­rum „Unabhängige Ver­mö­gens­ver­wal­ter“. Na­tür­lich sei es wich­tig, sich die Un­ter­schie­de der As­sets (An­la­ge­klas­sen) an­zu­schau­en, „aber letzt­lich macht es der rich­ti­ge Mix“. Ei­ne sol­che Be­ra­tung be­kä­men An­le­ger wo­an­ders nicht.

„Auch wir ken­nen die Zu­kunft nicht“, fügt Pe­tra Ah­rens (Me­r­idio) hin­zu, „aber wir re­agie­ren dar­auf“. Die Ren­di­te müs­se na­tür­lich auch in die­sen Zei­ten stim­men. Me­r­idio bie­te den Kun­den vor al­lem Pro­duk­te an, die die An­le­ger auch ver­ste­hen. „Wir ma­na­gen das Geld un­se­rer Kun­den“, be­tont Fried­helm Roos (Ano­ba Ca­pi­tal). „Da An­la­ge­gel­der im­mer ei­nem Ri­si­ko aus­ge­setzt sind, wer­den wir kein In­vest­ment ein­ge­hen, das nicht ab­ge­si­chert ist. Wir ana­ly­sie­ren den ge­sam­ten Markt mit Hil­fe der Chart­tech­nik und ei­ner ei­ge­nen über vie­le Jah­re ent­wi­ckel­ten und er­folg­reich ge­tes­te­ten Be­rech­nungs­me­tho­de, mit de­ren Hil­fe es uns ge­lingt, mög­li­che Trend­zie­le und An­fangs­ri­si­ken zu be­stim­men. Wenn wir dann ein Chan­ce-Ri­si­ko-Ver­hält­nis von 1,5 oder grö­ßer er­ken­nen, in­ves­tie­ren wir in die­sen Wert. Da­bei in­ter­es­siert es uns nicht, ob es ein Long- oder Short-Trend ist. Auch wenn wir uns ak­tu­ell in ei­nem Bul­len­markt be­fin­den, ver­su­chen wir im­mer, ei­nen klei­nen Pro­zent­an­teil von Ak­ti­en zu fin­den, die ge­gen die über­ge­ord­ne­te Markt­rich­tung fal­len wer­den. Das trägt zur Aus­ge­wo­gen­heit in un­se­rem De­pot bei.“

Be­vor die Ver­mö­gens­ver­wal­ter mit den Kun­den ei­ne in­di­vi­du­el­le An­la­ge­stra­te­gie ver­ein­ba­ren, müss­ten sie ihr Grund­kon­zept er­klä­ren, for­dert Fe­lix Brem (BN & Part­ners). Da­zu zäh­le Ehr­lich­keit, Trans­pa­renz und Em­pa­thie. „Die Kun­den sind In­di­vi­du­en, da gibt es kei­ne pau­scha­le Lö­sung“, ist Mi- cha­el Sie­vers (Rhein As­set Ma­nage­ment) über­zeugt. Zu­erst müs­se der An­la­ge­s­pe­zia­list in Er­fah­rung brin­gen, wel­che Zie­le sein Kun­de hat. Die­se müs­se er be­rück­sich­ti­gen. „Wenn der Be­ra­ter ei­ne an­de­re Ein­stel­lung zum Bei­spiel zu ei­ner Bran­che hat als der An­le­ger, muss das ge­klärt wer­den.“

„Zu­dem „bie­ten wir ei­ne auf den An­le­ger in­di­vi­du­ell ab­ge­stimm­te An­la­ge­stra­te­gie, wäh­rend vie­le Ban­ken nur noch stan­dar­di­sier­te An­la­ge­stra­te­gi­en von der Stan­ge an­bie­ten“, fügt Do­mi­ni­kus Wagner von der Wagner & Flo­rack Ver­mö­gens­ver­wal­tung hin­zu.

Wie die Be­zeich­nung schon aus­drückt, kön­nen Unabhängige Ver­mö­gens­ver­wal­ter los­ge­löst von Kon­zern­vor­ga­ben und an­de­ren Re­strik­tio­nen agie­ren. „Es ist ei­ner un­se­rer Vor­tei­le, dass wir Zu­gang zu un­ab­hän­gi­gen Re­se­arch-Qu­el­len ha­ben, die wir selbst und frei aus­su­chen“, sagt Phil­ipp Len­nertz (Len­nertz & Co.), „und dass wir schnell und un­ter­neh­me­risch bei Markt­ver­än­de­run­gen agie­ren kön­nen, wäh­rend in gro­ßen Fi­nanz­kon- zer­nen die Ent­schei­dungs­we­ge lang sind“. Die Un­ab­hän­gig­keit zeigt sich auch dar­in, dass die Ver­mö­gens­ver­wal­ter durch­aus un­ter­schied­li­che Schwer­punk­te le­gen. So sieht Len­nertz bei­spiels­wei­se il­li­qui­de Be­tei­li­gun­gen als wich­ti­gen Baustein in­ner­halb des Ge­samt­ver­mö­gens, de­ren Be­deu­tung so­gar zu­neh­men wer­de.

Zu ih­nen zäh­len auch die „Re­al As­sets“, wie et­wa land­und forst­wirt­schaft­li­che In­vest­ments. Sie spie­len in der Tat der­zeit ei­ne wich­ti­ge Rol­le,

Unabhängige Ver­mö­gens­ver­wal­ter dis­ku­tie­ren beim RP-Fi­nanz­fo­rum über un­ter­schied­li­che Stra­te­gi­en. Ge­mein­sam schät­zun­gen und Emp­feh­lun­gen der Ex­per­ten. Auch hier wie­der­um ei­ne Ge­mein­sam­keit: An­le­ger soll­ten ihr Ver­mög

Ein­fa­che We­ge gibt es nicht, dar­über sind sich die Fo­rums­teil­neh­mer ei­nig. In Zei­ten gro­ßer Un­si­cher­hei­ten ha­ben auc ver­fü­gen über um­fang­rei­che Kennt­nis­se der ver­schie­de­nen An­la­ge­mög­lich­kei­ten. Über all dies tausch­ten sich die An

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