Gens­ver­wal­ter über­le­gen sich da­her ei­ni­ges, um ih­ren Kun­den auch in Zei­ten m RP-Fi­nanz­fo­rum „Unabhängige Ver­mö­gens­ver­wal­ter“dis­ku­tiert.

Rheinische Post Goch - - EXTRA UNABHÄNGIGE -

be­stä­tigt Dr. Dirk Rütt­gers (Do In­vest­ment). Das Pro­blem sei, dass die Re­gu­lie­rung hier durch die Ent­schei­dung zwi­schen pro­fes­sio­nel­len, se­mi­pro­fes­sio­nel­len und nicht pro­fes­sio­nel­len An­le­gern oft­mals den di­rek­ten Zu­gang er­schwert. An­ge­sichts der nied­ri­gen Zin­sen müs­se man auch über al­ter­na­ti­ve Stra­te­gi­en mit be­son­de­ren Pro­duk­ten wie zum Bei­spiel Cat-Bonds (Ka­ta­stro­phen­an­lei­hen) oder an­de­re al­ter­na­ti­ve In­vest­ments bei­spiels­wei­se in Ab­so­lu­te Re­turn-Stra­te­gi­en nach­den­ken. „Auch kön­nen An­la­gen in durch das deut­sche EEG mit­fi­nan­zier­ten Al­ter­na­ti­ven Ener­gi­en wie zum Bei­spiel Wind­parks ei­ne sinn­vol­le struk­tu­rel­le Er­gän­zung der Kun­den­ver­mö­gen dar­stel­len“, er­gänzt Ott­mar Hei­nen (La­cu­na).

„Wir schau­en auf Un­ter­schie­de der Markt­be­wer­tung“, um­schreibt Marc Sie­bel (Pe­a­cock Ca­pi­tal) ei­ne wei­te­re Stra­te­gie. „Wir set­zen auf fal­len­de und stei­gen­de Kur­se von Mit­tel­stands­ak­ti­en (Long-Short). Die Dif­fe­ren­zen lie­fern Er­trä­ge un­ab­hän­gig vom Auf und Ab der Märk­te. Un­ser Mot­to: Fir­men­ana­ly­se statt Markt­pro­gno­sen.“Auf Nach­hal­tig­keit legt Ju­lia Mei­er (Au­ri­cos) Wert: „Auch in tur­bu­len­ten Zei­ten ist dies ei­ne ste­ti­ge Kon­stan­te, die kon­ser­va­ti­ve Er­trä­ge bringt. Wir ha­ben mit ethisch sau­be­ren An­la­gen, die Sinn­fra­gen be­ant­wor­ten und Per­for­mance brin­gen, gu­te Er­fah­run­gen ge­macht.“

Auf An­lei­hen blickt Dr. Wolf­gang Sa­waz­ki (Lan­dert Fa­mi­ly Of­fice): „Ren­ten­an­la­gen wer­den über vie­le Jah­re hin­weg we­nig Ren­di­te ab­wer­fen. Sie sind aus Grün­den der Ri­si­ko­streu­ung, zum Ka­pi­tal­er­halt als Son­der­ver­mö­gen und zur Si­che­rung ei­ner im­mer­wäh­ren­den Li­qui­di­tät für ri­si­ko­be­wuss­te An­le­ger als Ver­mö­gens­be­stand­teil un­er­läss­lich.“Zu­dem müs­se man die in­di­vi­du­el­len Ge­ge­ben­hei­ten der An­le­ger be­rück­sich­ti­gen.

„Ei­ne in­ter­es­san­te Al­ter­na­ti­ve sind in die­sem Zu­sam­men­hang im­mer noch Nach­rang­an­lei­hen. Es gibt in die­sem Seg­ment Pa­pie­re nam­haf­ter Emit­ten­ten, die – ge­ra­de nach den jüngs­ten Kurs­kor­rek­tu­ren – ne­ben dem Zins­ku­pon auch at­trak­ti­ve Ein­stiegs­ni­veaus bie­ten“, er­gänzt Kath­rin Eichler von Eichler & Meh­lert Fi­nanz­dienst­leis­tun­gen. „Al­ler­dings ist hier obers­te Pflicht die ge­naue Ana­ly­se der Emis­si­ons­be­din­gun­gen, die sehr un­ter­schied­lich ge­stal­tet sein kön­nen.“

Der­zeit kom­men An­le­ger nicht dar­um her­um, ge­wis­se Ri­si­ken ein­zu­ge­hen, wenn sie über­haupt ei­ne Ren­di­te er­wirt­schaf­ten wol­len. Doch auch hier kön­nen Ver­mö­gens­ver­wal­ter hel­fen: „Ge­ra­de in ei­ner Zeit, in der An­lei­hen kaum mehr Ren­di­te ab­wer­fen und die An­le­ger ge­zwun­gen wer­den et­was mehr Ri­si­ko ein­zu­ge­hen be­geg­nen wir den Kurs­schwan­kun­gen mit Kurs­si­che­rungs­sys­te­men“, er­klärt Tho­mas Hü­ni­cke (WBS Hü­ni­cke Ver­mö­gens­ver­wal­tung).

„Das Pro­blem ist die gro­ße Welt­ver­schul­dung“, er­klärt Joa­chim Paul Schä­fer ( PSM Ver­mö­gens­ver­wal­tung). An­le­ger wür­den sehr wohl die­ses und auch wei­te­re Pro­ble­me er­ken­nen, sie sei­en da­her auch mit be­schei­de­nen Ren­di­ten zu­frie­den. Auch Schä­fer be­tont, dass Mehr­er­trä­ge nur zu er­zie­len sind, wenn man zu ge­wis­sen Ri­si­ken be­reit ist.

Ein­fa­che We­ge gibt es al­so nicht, dar­über sind sich die Fo­rums­teil­neh­mer ei­nig. „Wir sind al­le Mul­ti-As­set-ori­en­tiert“, um­schreibt An­dré Kun­ze (Pro­me­theus As­set Ma­nage­ment) die Ar­beits­wei­se der Un­ab­hän­gi­gen Ver­mö­gens­ver­wal­ter, nicht nur auf ei­ne oder zwei An­la­ge­klas­sen zu set­zen. Wenn al­ler­dings ei­ne gan­ze Klas­se, zum Bei­spiel An­lei­hen, nicht funk­tio­nie­re, dann sei das ein Pro­blem.

Manch­mal ist es da bes­ser, nicht zu in­ves­tie­ren, son­dern auf gu­te Ge­le­gen­heit zu war­ten, meint Micha­el Pin­ta­rel­li von der gleich­na­mi­gen Ver­mö­gens­ver­wal­tung. Das sei dem An­le­ger schwer zu ver­mit­teln; „aber es ist un­ser Auf­trag, ge­nau dies zu tun“.

FO­TOS: ALOIS MÜLLER

ist ih­nen – wie der Na­me sagt – die Un­ab­hän­gig­keit von Ban­ken und Pro­duk­ten. Ent­spre­chend viel­fäl­tig sind die Ein­gen streu­en, und sie müs­sen ge­wis­se Ri­si­ken ak­zep­tie­ren, wenn sie Er­trä­ge ge­ne­rie­ren wol­len.

ch sie kei­ne Glas­ku­gel. Aber die Ex­per­ten kön­nen die Nach­rich­ten ein­ord­nen, das Markt­um­feld be­schrei­ben – und sie nla­ge­s­pe­zia­lis­ten beim RP-Fo­rum in sehr leb­haf­ter Dis­kus­si­on aus.

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