Sub­stanz und Er­trags­kraft: die rich­ti­ge Ak­tie fin­den

Rheinische Post Goch - - EXTRA UNABHÄNGIGE - VON PATRICK PE­TERS

Bei der WBS Hü­ni­cke Ver­mö­gens­ver­wal­tung in Düsseldorf steht ein um­fang­rei­cher In­vest­ment-Pro­zess im Vor­der­grund, um die Wer­te für die An­le­ger her­aus­zu­fil­tern, die lang­fris­tig er­folg­ver­spre­chend sind.

Pro­fes­sio­nel­le, unabhängige Ver­mö­gens­ver­wal­ter müs­sen aus­ge­wie­se­ne Ka­pi­tal­markt­ex­per­ten sein: Sie müs­sen die Märk­te ken­nen, Ent­wick­lun­gen dau­er­haft be­ob­ach­ten, Er­eig­nis­se im bes­ten Fal­le an­ti­zi­pie­ren, aber in je­dem Fal­le zü-

Im Mit­tel­punkt steht die Kom­bi­na­ti­on aus der fun­da­men­ta­len und tech­ni­schen

Chart-Ana­ly­se

gig und emo­ti­ons­los dar­auf re­agie­ren und, und, und. Das sind Grund­la­gen für ei­nen dau­er­haf­ten An­la­ge­er­folg. Und da­zu ge­hört auch ex­pli­zit die In­vest­ment-Stra­te­gie ei­ner Ver­mö­gens­ver­wal­tung. Da­durch un­ter­schei­den sich die Häu­ser, und die­se Stra­te­gie ist das, mit dem sich die An­le­ger iden­ti­fi­zie­ren kön­nen.

„Auch un­se­re An­le­ger le­gen viel Wert dar­auf, dass un­se­re Stra­te­gie nach­voll­zieh­bar und trans­pa­rent ist, aber gleich­zei­tig na­tür­lich auch er­folg­reich“, sagt Tho­mas Hü­ni­cke von der WBS Hü­ni­cke Ver­mö­gens­ver­wal­tung in Düsseldorf. Er führt die Ge­sell­schaft ge­mein­sam mit Andre­as Wah­len, kürz­lich kam mit Mar­co Bät­zel ein wei­te­rer Part­ner da­zu. Im Mit­tel­punkt steht die Kom­bi­na­ti­on aus der fun­da­men­ta­len und tech­ni­schen Chart-Ana­ly­se. Wäh­rend Tho­mas Hü­ni­cke bei der Fun­da­men­tal-Ana­ly­se ver­sucht, den fai­ren oder an­ge- mes­se­nen Preis von Wert­pa­pie­ren auf Ba­sis von be­triebs­wirt­schaft­li­chen Da­ten und dem öko­no­mi­schen Um­feld ei­nes Un­ter­neh­mens zu er­mit­teln, ar­bei­tet Andre­as Wah­len aus ver­schie­de­nen tech­ni­schen In­di­ka­to­ren, die sich in der Ver­gan­gen­heit als sehr er­folg­reich und treff­si­cher her­aus­ge­stellt ha­ben, Kauf- be­zie­hungs­wei­se Ver­kaufs­si­gna­le her­aus.

Dar­über hin­aus sind bei der Ak­ti­en­aus­wahl die Sub­stanz und die Er­trags­kraft ei­nes Un­ter­neh­mens sehr wich­tig. Das hel­fe, Schwan­kun­gen – und die­se wür­den im­mer mehr zu­neh­men – in ei­nem mit­tel- bis lang­fris­tig ori­en­tier­ten Port­fo­lio aus­zu­hal­ten und von der Ge­duld am En­de zu pro­fi­tie- ren. „Sol­che Wer­te, ver­bun­den eben mit ei­ner ge­wis­sen Ge­las­sen­heit, sind kri­sen­fest, man kann vo­la­ti­le Pha­sen aus­sit­zen und dann von den fol­gen­den Kurs­stei­ge­run­gen und Di­vi­den­den­zah­lun­gen pro­fi­tie­ren“, sagt Tho­mas Hü­ni­cke. Des­halb fän­den sich in den selbst ge­ma­nag­ten Fonds der Ge­sell­schaft so­wie den In­di­vi­du­al-Port­fo­li­os fast aus­schließ­lich Wer­te füh­ren­der Un­ter­neh­men aus stra­te­gisch wich­ti­gen und ge­winn­träch­ti­gen Bran­chen. „Das ist ei­ne de­fen­si­ve Stra­te­gie, die uns hilft, bei Markt­kor­rek­tu­ren nicht all­zu tief zu stür­zen und dann auch schnell wie­der ein gu­tes Ni­veau zu er­rei­chen. Denn sta­bi­le Un­ter­neh­men zeich­nen sich his­to­risch da­durch aus, dass sie sich zü­gig von Kurs­ver­lus­ten er­ho­len.“

Und über­haupt sei­en Kurs­ver­lus­te nur dann pro­ble­ma­tisch, wenn in dem Mo­ment Wer­te ver­kauft wer­den müss­ten. Des­halb sind die drei Ver­mö­gens­ver­wal­ter auch sehr zu­rück­hal­tend mit kurz­lau­fen­den In­vest­ments in An­lei­hen, et­wa als „Li­qui­di­täts-Park­platz“. „Dort be­steht die Ge­fahr, Ver­lus­te rea­li­sie­ren zu müs­sen, wenn man die Li­qui­di­tät für den Wie­der­ein­stieg oder den Zu­kauf be­nö­tigt. Des­halb par­ken wir Cash tat­säch­lich bei ei­nem Null-Zins im Geld­markt und set­zen bei Un­ter­neh­mens­an­lei­hen auf ei­ne Lauf­zeit zwi­schen drei und fünf Jah­ren, wo­bei hier Na­men wie Horn­bach, Ot­to, Wie­ner­ber­ger oder auch Ha­ni­el in Fra­ge kom­men, die nichts mit kri­sen­be­haf­te­ten und schlecht be­leu­mun­de­ten Mit­tel­stands­an­lei­hen zu tun ha­ben.“

Ren­di­ten kön­ne man üb­ri­gens auch mit Wäh­rungs­an­lei­hen rea­li­sie­ren, be­to­nen die Ex­per­ten. Das hat die Ge­sell­schaft in der Ver­gan­gen­heit mit er­folg­reich ver­lau­fe­nen An­la­gen in nor­we­gi­schen Kro­nen und dem US-Dol­lar nach­ge­wie­sen.

Auch die Schwel­len­län­der sind für Tho­mas Hü­ni­cke, Andre­as Wah­len und Mar­co Bät­zel wich­tig. Zwar sei man dort mit In­vest­ments vor al­lem auf-

Sta­bi­le Wer­te zeich­nen sich da­durch aus, dass sie sich zü­gig von Kurs­ver­lus­ten er­ho­len „Wir ge­hen bis En­de des Jah­res beim Dax von 10.500 bis 11.000

Punk­ten aus.“

grund von Wäh­rungs­ri­si­ken noch zu­rück­hal­tend. „Aber wenn sich Op­por­tu­ni­tä­ten durch ein gu­tes Preis­ni­veau an­bie­ten, grei­fen wir zu“, sagt Hü­ni­cke.

Ge­ne­rell sind die Ver­mö­gens­ver­wal­ter po­si­tiv ge­stimmt. Es ge­be kei­ne An­zei­chen für ei­ne Re­zes­si­on, so­dass kom­men­de In­vest­ments an den Märk­ten durch­aus ge­winn­brin­gend sein soll­ten. „Wir ge­hen bis En­de des Jah­res beim Dax von 10.500 bis 11.000 Punk­ten aus.“

FOTO: THINKSTOCK/MICROWORKS

Unabhängige Ver­mö­gens­ver­wal­ter punk­ten bei ih­ren An­le­gern durch ei­ne in­di­vi­du­el­le Stra­te­gie. Da­zu ge­hört na­tür­lich, die Markt­be­we­gun­gen ge­nau zu be­ob­ach­ten und an­hand ver­schie­de­ner In­di­ka­to­ren Kauf- be­zie­hungs­wei­se Ver­kaufs­si­gna­le zu er­mit­teln.

FOTO: WBS HÜ­NI­CKE/KA­TRIN SCHWEIT­ZER

Tho­mas Hü­ni­cke von der WBS Hü­ni­cke Ver­mö­gens­ver­wal­tung in Düsseldorf

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