Es klingt wie ein mo­der­nes Mär­chen: Vor zehn Jah­ren wag­te der Düs­sel­dor­fer Fonds­ma­na­ger Chris­ti­an Kra­he ge­mein­sam mit sei­nem Part­ner Al­brecht von Witz­le­ben aus London den Schritt in die Selb­stän­dig­keit – und grün­de­te den Misch­fonds „Deut­sche Ak­ti­en To­tal

Rheinische Post Goch - - EXTRA UNABHÄNGIGE -

Mil­lio­nen Eu­ro an­ge­wach­sen. Noch ein­drucks­vol­ler ist aber der Er­folg, denn seit dem Start hat der Fonds sein Ver­mö­gen um rund 190 Pro­zent ge­stei­gert und da­mit im Schnitt sei­nen An­le­gern ein jähr­li­ches Plus von 8,8 Pro­zent be­schert (Stand Mit­te Ok­to­ber). Da­mit ha­ben Kra­he und von Witz­le­ben den deut­schen Leit­in­dex Dax lo­cker ab­ge­hängt.

Mehr noch: Die Ner­ven der An­le­ger hat der Ver­mö­gens­ver­wal­ten­de Fonds mit ei­ner Schwan­kung (Vo­la­ti­li­tät) von nur sie­ben Pro­zent in den letz­ten drei Jah­ren ge­schont. „Un­ser Fonds hat sich bes­ser und ste­ti­ger als der Dax ent­wi­ckelt, die Schwan­kun­gen sind deut­lich ge­rin­ger“, so Kra­he. Das Ge­heim­nis des Er­folgs? Die bei­den Fonds­ma­na­ger sind un­ab­hän­gig, ha­ben ei­ne nach­hal­ti­ge Stra­te­gie, le­gen Wert auf ei­ne aus­ge­wo­ge­ne Mi­schung und su­chen sich ge­zielt die Pa­pie­re aus, in die sie in­ves­tie­ren. In den Fonds kom­men nicht nur Pa­pie­re der gro­ßen Dax-Kon­zer­ne, bei­ge­mischt wer­den er­folg­ver­spre­chen­de Ne­ben­wer­te aus Mund SDax. „Auf der Ak­ti­en­sei­te füh­len wir uns in dem ak­tu­el­len Ka­pi­tal­markt­um­feld mit ei­nem An­teil zwi­schen 50 bis 60 Pro­zent wohl. Bei den An­lei­hen ist es schwie­ri­ger ge­wor­den, aber es gibt nach wie vor Chan­cen.“Wäh­rend sie in den ver­gan­ge­nen Jah­ren Ver­sor­ger weit­ge­hend ge­mie­den ha­ben („die Ge­schäfts­mo­del­le sind schwer zu be­wer­ten“) hat das Duo et­wa die An­lei­hen von Ha­pag Lloyd wei­ter auf­ge­stockt.

Ein wei­te­res Kenn­zei­chen für den Er­folg ist die Be­schei­den­heit. Das Fonds­ma­nage­ment hat der Ver­lo­ckung wi­der­stan­den und hat nicht mas­siv in den Ver­trieb in­ves­tiert: „Wä­ren wir ein Fonds bei ei­ner der gro­ßen Ban­ken, dann hät­ten wir heu­te si­cher­lich ein Vo­lu­men von über ei­ner Mil­li­ar­de Eu­ro“, ist Chris­ti­an Kra­he über­zeugt. Statt­des­sen kon­zen­triert er sich mit sei­nem Part­ner wei­ter

Der Fonds ist mitt­ler­wei­le auf ein Vo­lu­men von rund 300 Mil­lio­nen Eu­ro

an­ge­wach­sen

„Ei­ne jähr­li­che Per­for­mance von fünf Pro­zent plus X wol­len wir schon

schaf­fen“

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