Im­mo­bi­li­en­in­vest­ment mit kur­zer Lauf­zeit

Rheinische Post Goch - - EXTRA UNABHÄNGIGE - VON NI­CO­LE WILDBERGER

Vie­len ist die Lauf­zeit ei­nes her­kömm­li­chen Im­mo­bi­li­en­in­vest­ments zu lang. Doch es gibt auch Mo­del­le mit kür­ze­ren Lauf­zei­ten.

Lan­ge Jah­re lau­fen sie, die Im­mo­bi­li­en­kre­di­te. Zu­min­dest beim Durch­schnitts­ver­die­ner ist ein Im­mo­bi­li­en­in­vest­ment in der Re­gel das größ­te In­vest­ment sei­nes Le­bens. An­ge­sichts stark stei­gen­der Häu­se­r­und Woh­nungs­prei­se zu­min­dest in den deut­schen Bal­lungs­ge­bie­ten mag sich da manch ein An­le­ger fra­gen, ob sie oder er nicht auch auf an­de­rem We­ge am Im­mo­bi­li­en­boom teil­neh­men kann.

Mög­lich­kei­ten gibt es, et­wa Im­mo­bi­li­en­ak­ti­en oder der Kauf von Fonds­an­tei­len von Im­mo­bi­li­en­fonds. Ei­ne in­di­vi­du­el­le­re und vor al­lem kurz­fris­ti­ge Form des Im­mo­bi­li­en­in­vest­ments hat die Dr. Bau­er & CO. Ver­mö­gens­ma­nage­ment Gm­bH ent­wi­ckelt. Ge­mein­sam mit der Mut­ter­ge­sell­schaft DBC Fi­nan­ce in­iti­iert die Ge­sell­schaft seit mehr als 13 Jah­ren Pro­jek­te im Be­reich Im­mo­bi­li­en­fi­nan­zie­rung. „Da­bei kon­zen­trie­ren wir uns aus­schließ­lich auf die Fi­nan­zie­rung von Wohn­im­mo­bi­li­en“, kon­kre­ti­siert Dr. Jür­gen Bau­er. Die An­la­gen sind ver­brief­te Im­mo­bi­li­en­fi­nan­zie­run­gen, so ge­nann­te mez­za­ni­ne Im­mo­bi­li­en­fi­nan­zie­run­gen. Da­bei sucht sich der Ver­mö­gens­ver­wal­ter Bau­trä­ger­ge­sell­schaf­ten, die Wohn­ob­jek­te in ho­her Qua­li­tät und gu­ter La­ge an aus­ge­such­ten Stand­or­ten wie München oder Hamburg rea­li­sie­ren.

Wenn die­se Bau­trä­ger ih­re Wohn­ein­hei­ten bin­nen kur­zer Zeit ver­kauft ha­ben, in­ves­tier­ten die Kun­den des Ver­mö­gens­ver­wal­ters in die Zwi­schen­fi­nan­zie­rung und le­gen ihr Geld in der Re­gel gut ver­zinst für zwei bis zwei­ein­halb Jah­re in die­sen Ob­jek­ten an. Da­nach er­hal­ten sie ihr In­vest- ment dann mit der Ver­zin­sung zu­rück. „Durch die­ses Mo­dell kön­nen An­le­ger vom ak­tu­el­len Im­mo­bi­li­en­boom pro­fi­tie­ren, oh­ne gleich selbst ein Haus oder ei­ne Woh­nung zu kau­fen“, er­klärt Dr. Jür­gen Bau­er. Er glaubt an die Zu­kunft die­ses Mo­dells, denn „da wir es welt­weit mit ei­ner im­mens ho­hen Staats­ver­schul­dung zu tun ha­ben, wer­den wir es in un­se­ren Leb­zei­ten wohl nicht er­le­ben, dass die Zin­sen wie­der stei­gen – wel­cher Staat soll­te dar­an In­ter­es­se ha­ben?“

Wer al­so wie Dr. Bau­er da­von aus­geht, dass Deutsch­land und die Welt­wirt­schaft auf ab­seh­ba­re Zeit in ei­nem Nied­rig­zins­um­feld blei­ben, der könn­te Freu­de an den al­ter­na­ti­ven In­vest­ments sei­ner Ge­sell­schaft ha­ben. Es sei aber dar­auf hin­ge­wie­sen, dass bei ei­ner mez­za­ni­nen Fi­nan­zie­rung der Kre­dit nur nach­ran­ging be­si­chert ist, das heißt, dass im theo­re­ti­schen In­sol­venz­fall des Bau­trä­gers ein To­tal­aus­fall dro­hen könn­te. Dem hält Dr. Bau­er ent­ge­gen, dass er nur erst­klas­si­ge Ob­jek­te im Port­fo­lio hält, wo die­ses Ri­si­ko in den ver­gan­ge­nen Jah­ren nicht auf­ge­tre­ten ist: „Wir hal­ten uns auch streng an un­se­re In­ves­ti­ti­ons­mo­dell, kei­ne La­ger­hal­len, kei­ne Bü­ro­ge­bäu­de oder Ho­tels und auch kei­ne Lo­gis­ti­k­im­mo­bi­li­en – nur erst­klas­si­ge Wohn­im­mo­bi­li­en wer­den fi­nan­ziert.“Mit die­ser kla­ren Fo­kus­sie­rung könn­te das auch in Zu­kunft ge­lin­gen, und An­le­ger dür­fen sich wei­ter­hin über gu­te Er­trä­ge freu­en – auch bei kur­zen Lauf­zei­ten für das Im­mo­bi­li­en­in­vest­ment.

FOTO: THINKSTOCK/STOCKFOTOART

In­vest­ments in Wohn­im­mo­bi­li­en müs­sen nicht im­mer mit lang­fris­ti­ger Bin­dung er­fol­gen.

Newspapers in German

Newspapers from Germany

© PressReader. All rights reserved.