Zu­nächst wur­de nach Os­tern der Hei­li­gen ge­dacht

Rheinische Post Goch - - STIMME DES WESTENS -

Al­ler­hei­li­gen An die­sem Tag ge­den­ken die Chris­ten al­ler an­er­kann­ten Hei­li­gen so­wie al­ler Gläu­bi­gen, die nicht of­fi­zi­ell hei­lig­ge­spro­chen wur­den, ob­wohl sie ein be­son­ders recht­schaf­fe­nes Le­ben ge­führt ha­ben. In der ka­tho­li­schen Kir­che ist Al­ler­hei­li­gen ein Hoch­fest mit der lit­ur­gi­schen Far­be Weiß wie Os­tern oder Weih­nach­ten. Aber auch die Pro­tes­tan­ten, al­len vor­an Lu­the­ra­ner und An­gli­ka­ner, be­ge­hen Al­ler­hei­li­gen als Ge­denk­tag. Al­ler­see­len Am Tag nach Al­ler­hei­li­gen be­geht die ka­tho­li­sche Kir­che den Al­ler­see­len­tag – theo­lo­gisch ist Al­ler­see­len der ei­gent­li­che Ge­denk­tag für die Ver­stor­be­nen. Der evan­ge­li­sche To­ten­ge­denk­tag ist der Ewig­keits­sonn­tag ei­ne Wo­che vor dem ers­ten Ad­vent – der letz­te Sonn­tag des Kir­chen­jah­res. Ge­schich­te Papst Bo­ni­fa­ti­us IV. weih­te im Jahr 609 oder 610 das heid­ni­sche Pan­the­on in Rom al­len christ­li­chen Mär­ty­rern und ord­ne­te ei­ne jähr­li­che Fei­er nach Os­tern an. Papst Gre­gor III. weih­te über 100 Jah­re spä­ter ei­ne Ka­pel­le in der Ba­si­li­ka St. Pe­ter al­len Hei­li­gen und leg­te den Fei­er­tag für die Stadt Rom auf den 1. No­vem­ber. Die­ses Da­tum brei­te­te sich dann in der ge­sam­ten West­kir­che aus. Papst Gre­gor IV. leg­te den Fei­er­tag 835 auch of­fi­zi­ell fest.

FOTO: ULLSTEIN

Papst Gre­gor III.

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