Impf­stoff schützt vor Kin­der­läh­mung

Rheinische Post Goch - - KINDERSEITE -

Fritz­chens Schwes­ter trinkt Was­ser aus ei­ner Pfüt­ze. Fritz­chen sagt: „Das kannst du doch nicht trin­ken. Da sind doch die gan­zen Bak­te­ri­en

drin!“Da sagt Fritz­chens Schwes­ter: „Die sind schon al­le tot. Ich bin vor­her mit dem Rol­ler durch­ge­fah­ren.“ Ben­ja­min (5) aus Wer­mels­kir­chen Ein Müll­wa­gen rum­pelt auf den Hof ei­nes Kom­post­wer­kes. Er hält vor ei­ner gro­ßen Hal­le. Drin­nen riecht es wie in der Bio­ton­ne zu Hau­se, wenn sie drin­gend mal wie­der ge­leert wer­den muss. Der Müll­wa­gen fährt durch das Tor und hält an. Hin­ten am Fahr­zeug öff­net sich ei­ne Klap­pe. Ein Ge­misch aus ver­gam­mel­ten Res­ten von Es­sen und Ab­fäl­len aus Kü­chen er­gießt sich über den Be­ton­bo­den. Das Gan­ze ist durch­setzt von Plas­tik­tü­ten, Wurst­ver­pa­ckun­gen und Ba­by­win­deln. Da hilft nur noch ei­nes: Na­se zu­hal­ten. „Be­vor wir den Bio­müll kom­pos­tie­ren, zer­klei­nern wir ihn grob und ho­len Ei­sen­tei­le mit ei­nem Ma­gne­ten her­aus“, er­klärt Ex­per­te Ste­fan Grü­ner. Was ist mit Plas­tik­tü­ten, Bon­bon­pa­pier und Ba­by­win­deln? „Das ent­fer­nen wir spä­ter, wenn das Ma­te­ri­al nicht mehr so feucht ist“, sagt Grü­ner. Vom Be­ton­bo­den schau­felt ein Rad­la­der den Müll auf ein För­der­band. Es trans­por­tiert den Bio­müll bis zu ei­nem rie­si­gen Tor. Das sieht aus wie ein Ga­ra­gen­tor, nur dop­pelt so groß. Da­hin­ter tut sich ein lan­ger Schacht auf. Es ist ei­ner der Kom­post­tun­nel. Das En­de des För­der­ban­des schwenkt hin und her und ver­teilt den Bio­müll im Tun­nel. Dann heißt es: Ab­war­ten! Denn die Ar­beit im Tun­nel über­neh­men win­zi­ge Tier­chen und Pil­ze, die man Mi­kro­or­ga­nis­men nennt. Sie er­näh­ren sich von den Ab­fäl­len, zer­set­zen gam­me­li­ge Nu­deln, Ap- fel­scha­len und Kaf­fee­satz – und wan­deln sie in Kom­post um. Erst nach meh­re­ren Wo­chen sind sie mit ih­rer Ar­beit fer­tig. Die Mi­kro­or­ga­nis­men las­sen die Tem­pe­ra­tur im Tun­nel auf bis zu 70 Grad Cel­si­us an­stei­gen. Denn wenn die klei­nen Hel­fer ar­bei­ten, ent­steht Wär­me. Der Kom­post wird spä­ter ver­kauft und ge­langt als gu­ter Dün­ger auf Fel­der und in Gär­ten. dpa

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