Nächs­te Wo­che Streiks in Ki­tas

Rheinische Post Goch - - WIRTSCHAFT -

Ge­werk­schaf­ten ru­fen zu Ar­beits­nie­der­le­gun­gen im öf­fent­li­chen Di­enst auf.

POTS­DAM (dpa) Im öf­fent­li­chen Di­enst von Bund und Kom­mu­nen ste­hen in der kom­men­den Wo­che Warn­streiks be­vor. Der Be­am­ten­bund DBB kün­dig­te Ak­tio­nen für Di­ens­tag in Bre­mer­ha­ven an, für Mitt­woch in Ful­da und Er­furt und für Don­ners­tag in Flens­burg und Salz­git­ter. Die Ge­werk­schaft Er­zie­hung und Wis­sen­schaft (GEW) ruft zum En­de der Wo­che zu „be­trieb­li­chen Ak­tio­nen“bis hin zu Warn­streiks vor al­lem in Ki­tas auf. Ver­di will erst am Mon­tag ent­schei­den, ob und in wel­chem Um­fang die Ge­werk­schaft vor der zwei­ten Run­de der Ta­rif­ver­hand­lun­gen für die gut zwei Mil­lio­nen Be­schäf­tig­ten von Bund und Kom­mu­nen zu Ak­tio­nen auf­ruft. Der Lan­des­be­zirk Sach­sen, Sach­sen-An­halt und Thü­rin­gen hat of­fen­bar schon ei­ne Vor­ent­schei­dung für Warn­streiks ge­trof­fen: Er will am Mon­tag nur noch fest­le­gen, wann und wo ge­streikt wird.

Bei der GEW hieß es, die Ak­tio­nen wür­den nicht so hef­tig aus­fal­len wie die Ki­tast­reiks 2015. Ver­di-Lan­des­be­zirks­lei­ter Oli­ver Greie sag­te auf An­fra­ge in Leipzig: „Wir wol­len klein an­fan­gen, um den Ar­beit­ge­bern Zeit zum Nach­den­ken und zum Nach­bes­sern vor der zwei­ten Run­de der Ta­rif­ver­hand­lun­gen zu ge­ben.“Die zwei­te Run­de ist für den 11. April ver­ein­bart. Die ers­te war am 21. März nach kur­zer Dau­er oh­ne An­nä­he­rung zu En­de ge­gan­gen. Ver­di und der DBB for­dern für die Be­schäf­tig­ten sechs Pro­zent mehr Lohn. Die Ar­beit­ge­ber leh­nen das als zu hoch ab. Ein wei­te­rer strit­ti­ger Punkt ist die be­trieb­li­che Al­ters­ver­sor­gung in den Kom­mu­nen.

Ver­han­delt wird un­ter an­de­rem für Er­zie­her, Müll­ab­fuhr, Stra­ßen­rei­ni­gung, Kli­ni­ken so­wie Bun­des­po­li­zis­ten. DBB-Chef Klaus Dau­der­städt sag­te der „Neu­en Os­na­brü­cker Zei­tung“, Warn­streiks sei­en vor al­lem in Zu­las­sungs­stel­len, Ki­tas, Ord­nungs­äm­tern so­wie Ver­kehrs­be­trie­ben ge­plant. Die Kom­mu­nen hät­ten im Schnitt nur noch 15 Pro­zent Be­am­te, für die ein Streik­ver­bot gel­te. Bis zur drit­ten Run­de am 28. April könn­ten sich die Warn­streiks noch ver­schär­fen, wenn die Ar­beit­ge­ber sich nicht be­weg­ten.

FO­TO: ENDERMANN

Lee­re Ki­ta in Düsseldorf – ein Bild aus dem Streik 2015.

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