4000 Flücht­lin­ge pro Mo­nat kom­men jetzt nach NRW

Rheinische Post Goch - - VORDERSEITE -

DÜSSELDORF (tor) NRW hat im ers­ten Quar­tal 38.649 Flücht­lin­ge auf­ge­nom­men – dop­pelt so vie­le wie in den ers­ten drei Mo­na­ten des Vor­jah­res. Die­se Zahl nennt NRW-In­nen­mi­nis­ter Ralf Jä­ger (SPD) in ei­nem Be­richt für die Sit­zung des In­nen­aus­schus­ses am kom­men­den Don­ners­tag. Al­ler­dings ge­hen die Flücht­lings­zah­len der­zeit dra­ma­tisch zu­rück. Ka­men im Ja­nu­ar noch 19.359 Flücht­lin­ge nach NRW, wa­ren es im Fe­bru­ar nur noch 15.715 und im März 3864. „Im Durch­schnitt kom­men der­zeit rund 1000 Flücht­lin­ge pro Wo­che in NRW an“, so Jä­ger in dem Be­richt.

Ex­per­ten füh­ren dies auf die fak­ti­sche Blo­cka­de der Bal­kan-Rou­te so­wie jah­res­zeit­li­che Wit­te­rungs­ef­fek­te zu­rück. Die meis­ten Flücht­lin­ge, die nach NRW kom­men, stam­men aus Sy­ri­en (36 Pro­zent), ge­folgt vom Irak (25 Pro­zent) und von Af­gha­nis­tan (15 Pro­zent). Aus Ma­rok­ko und Al­ge­ri­en kom­men nur noch knapp 2,5 Pro­zent.

Den An­ga­ben zu­fol­ge ver­fügt das Land aktuell über 77.175 Un­ter­brin­gungs­plät­ze, von de­nen 56.819 im­pro­vi­sier­te Not­un­ter­künf­te sind. In die­sen Ein­rich­tun­gen woh­nen der­zeit 30.582 Flücht­lin­ge. Trotz­dem sol­len in den Kom­mu­nen neue Un­ter­künf­te ent­ste­hen, so in Mön­chen­glad­bach, Düsseldorf, Ra­tin­gen, So­lin­gen, Weeze und Viersen.

Die NRW-Be­hör­den scho­ben seit Jah­res­an­fang 814 Per­so­nen ab. Im Rah­men der staat­lich ge­för­der­ten, frei­wil­li­gen Rück­kehr-Pro­gram­me reis­ten 2284 Flücht­lin­ge wie­der aus.

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