VW muss in USA 91.000 Pas­sat zu­rück­ru­fen

Rheinische Post Goch - - WIRTSCHAFT -

WA­SHING­TON (dpa) Schon wie­der ein neu­es Pro­blem für VW: Der deut­sche Au­to­her­stel­ler muss we­gen Brand­ge­fahr mit­ten im Ab­gas­Skan­dal ei­nen wei­te­ren Rück­ruf in die We­ge lei­ten, wie die US-Ver­kehrs­auf­sicht NHTSA mit­teil­te. Es geht um 91.000 US-Pas­sat mit TDIDie­sel­mo­to­ren – al­so dem An­trieb, der auch im Zen­trum der Af­fä­re um ma­ni­pu­lier­te Emis­si­ons­tests steht. Bei be­stimm­ten Mo­del­len der Bau­jah­re 2012 bis 2014 kön­ne es we­gen man­gel­haf­ter Dich­tungs­dräh­te zu ele­kri­schen Kurz­schlüs­sen und Über­hit­zung kom­men, heißt es in Un­ter­la­gen, die die VW-US-Toch­ter am 24. März bei der Ver­kehrs­auf­sicht ein­reich­te. Durch den De­fekt be­ste­he ei­ne er­höh­te Feu­er­ge­fahr. Erst am Mon­tag war be­kannt­ge­wor­den, dass we­gen des Ri­si­kos von Strom­aus­fäl­len sämt­li­che bis­lang im US-Markt ver­kauf­ten E-Golfs in die Werk­stät­ten müs­sen. Da­bei hat­te VW ge­ra­de erst ei­ne gro­ße Elek­tro-Of­fen­si­ve aus­ge­ru­fen. We­gen der Ab­gas-Af­fä­re ist der VW-Ab­satz in den USA im März um 10,4 Pro­zent auf 26.914 Au­tos ge­sun­ken. Rech­net man zwei zu­sätz­li­che Ver­kaufs­ta­ge im März her­aus, hat sich der Ab­wärts­trend da­mit ver­stärkt. Vor al­lem die Golf- und Pas­sat-Ver­käu­fe sack­ten deut­lich ab.

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