Ros­berg ge­lingt der fünf­te Sieg in Se­rie

Rheinische Post Goch - - SPORT - VON JENS MARX

Der Mer­ceds-Pi­lot ge­wann nach dem Sai­son­auf­takt in Aus­tra­li­en nun auch in Bah­rain. Auch die letz­ten drei Ren­nen des ver­gan­ge­nen Jah­res hat­te er für sich ent­schie­den.

SAK­HIR (dpa) Im Fun­ken­re­gen ei­nes Wüs­ten-Feu­er­werks hüpf­te Se­ri­en­sie­ger Ni­co Ros­berg ju­belnd in die Ar­me sei­ner Mecha­ni­ker und ließ sich für den zwei­ten Er­folg im zwei­ten For­mel-1-Sai­son­ren­nen fei­ern. Nach ei­nem Mo­tor­scha­den von Fer­ra­ri-Pi­lot Se­bas­ti­an Vet­tel in der Ein­füh­rungs­run­de und ei­nem Start­un­fall von Team­kol­le­ge Le­wis Ha­mil­ton hat­te der Mer­ce­des-Pi­lot in Bah­rain das Pech sei­ner Ti­tel­ri­va­len eis­kalt ge­nutzt und war zu sei­nem fünf­ten Grand-Prix-Sieg nach­ein­an­der ge­rast. „Ein tol­les Wo­che­n­en­de, ein­fach per­fekt“, sag­te Ros­berg. Zwei­ter in Sak­hir wur­de der Fin­ne Ki­mi Räik­kö­nen im Fer­ra­ri, Ti­tel­ver­tei­di­ger Ha­mil­ton ret­te­te nach sei­nem Crash in der ers­ten Kur­ve im­mer­hin noch Platz drei.

Vet­tel da­ge­gen konn­te das Flut­licht­ren­nen nur trau­rig von der Box aus ver­fol­gen. Zum ers­ten Mal in sei­ner For­mel-1-Kar­rie­re hat­te er es nicht in die Start­auf­stel­lung ge­schafft. „Es ist scha­de, ich hat­te ja noch gar nicht an­ge­fan­gen. Wenn man gar nicht star­tet, ist das schon blöd“, klag­te der Hesse, der da­mit im Ti­tel­kampf schon früh ei­nen emp­find­li­chen Dämp­fer hin­neh­men muss­te.

Ros­berg bau­te mit der Ma­xi­mal­aus­beu­te von 50 Punk­ten aus zwei Ren­nen sei­nen Vor­sprung in der Ge­samt­wer­tung auf den zweit­plat­zier- ten Ha­mil­ton auf 17 Punk­te aus. „Es war Scha­dens­be­gren­zung. Ich freue mich, dass es nicht noch mehr Punk­te Un­ter­schied sind“, sag­te Ha­mil­ton. Vet­tel in­des liegt be­reits 35 Zäh­ler hin­ter dem WM-Spit­zen­rei­ter. „Bes­ser kann man es nicht ma­chen, er hat ver­dient ge­won­nen“, sag­te Mer­ce­des-Team­auf­se­her Ni­ki Lau­da beim TV-Sen­der RTL.

Oh­ne Punk­te blie­ben in­des Ni­co Hül­ken­berg und Pas­cal Wehr­lein. Für Hül­ken­berg war mit sei­nem Force In­dia nach ei­nem Un­fall beim Start nur noch Platz 15 mög­lich. De­bü­tant Wehr­lein kam in sei­nem un­ter­le­ge­nen Ma­nor auf ei­nem re­spek­ta­blen 13. Rang ins Ziel.

Für Ros­berg war der Weg zu sei­nem 16. Kar­rie­re­sieg schon nach we­ni­gen Me­tern frei. Ver­fol­ger Vet­tel muss­te sei­nen qual­men­den Fer­ra­ri be­reits auf dem Weg zum Start ab­stel­len. „Ich weiß nicht, was war. Ich hat­te Leis­tungs­ver­lust, ha­be ge­se­hen, dass Rauch aus mei­nem Heck auf­ge­stie­gen ist, das war’s dann“, fasste der Hesse sei­nen kur­zen Ar­beits­tag zu­sam­men. Zu­letzt in Mel­bourne hat­te der vier­ma­li­ge Welt­meis­ter die Mer­ce­des-Kon­kur­renz noch mit ei­nem Su­per­start dü­piert, die­se Sor­ge wa­ren die Sil­ber­pfei­le früh los.

Und dann schnapp­te sich Ros­berg noch vor der ers­ten Kur­ve auch sei­nen Team­kol­le­gen Ha­mil­ton, der wie schon in Aus­tra­li­en sei­ne Po­le Po­si­ti­on nicht ver­tei­di­gen konn­te. „Das war der Schlüs­sel“, sag­te Ros­berg spä­ter. Zu­dem krach­te Ha­mil­ton auch noch Valt­te­ri Bot­tas mit sei­nem Wil­li­ams ins Au­to, der Bri­te fiel bis auf Platz neun zu­rück.

Der Fin­ne Bot­tas wur­de spä­ter von den Renn­rich­tern als Schul­di­ger der Kol­li­si­on aus­ge­macht und zu dei­ner Durch­fahrt­stra­fe ver­ur­teilt.

FO­TO: GET­TY

Deut­scher Fah­rer, deut­sches Au­to: Ni­co Ros­berg ge­winnt im Mer­ce­des den Grand Prix von Bah­rain.

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