WRW Kle­ve be­en­det das Ka­pi­tel 2. Bun­des­li­ga

Rheinische Post Goch - - SPORT LOKAL - VON LI­ZA-MA­RIE SIEG­MUND

Wie durch Spie­le­rin Ju­dith Han­sel­ka pro­gnos­ti­ziert, er­leb­ten die Zweit­li­ga­damen von WRW Kle­ve hart um­kämpf­te Du­el­le beim Dop­pel­spiel­tag in Nord­deutsch­land. Trotz Chan­cen auf ei­nen Punkt­ge­winn kehr­ten die Kle­ve­rin­nen am Sonn­tag­abend mit zwei knap­pen 4:6-Nie­der­la­gen vom MTV Tostedt und TSV Schwar­zen­bek zu­rück an den Niederrhein.

Und da­mit nicht ge­nug: Wie in­tern schon län­ger be­schlos­sen, gab der Ver­ein nun öf­fent­lich be­kannt, dass man sich nach acht Jah­ren wie­der aus der 2. Bun­des­li­ga zu­rück­zie­hen wird. Im Da­men- wie im Her­ren­be­reich wer­de es Ve­rän­de­run­gen ge­ben, die nun bald be­kannt­ge­ge­ben wer­den.

„Für uns war das da­mit der letz­te, gro­ße Dop­pel­spiel­tag“, kom­men­tier­ten WRW-Be­treue­rin­nen Mo­ni Kn­eip und Il­di­ko Ima­mu­ra, die das Team in Tostedt und Schwar­zen­bek be­glei­te­ten. „Wir woll­ten na­tür­lich trotz der Si­tua­ti­on ger­ne min­des­tens ei­nen Punkt mit­neh­men, und es ist scha­de, dass wir nicht be­lohnt wur­den. Die Spie­le wa­ren sehr ar­beits­in­ten­siv und an­stren­gend“, be­fand Kn­eip. Da­bei soll­te Han­sel­ka mit ih­rer Pro­gno­se Recht be­hal­ten, dass das Du­ell in Tostedt schwe­rer wer­den wür­de als das in Schwar­zen­bek. Wenn­gleich bei­de Par­ti­en mit 4:6 en­de­ten, wa­ren die Kräf­te­ver­hält­nis­se ge­gen den MTV deut­li­cher ver­teilt. „Die ein­zel­nen Du­el­le en­de­ten hier of­fen­sicht­li­cher ge­gen uns be­zie­hungs­wei­se auch knap­per für uns, als es in Schwar­zen­bek der Fall war, wo wir viel nä­her an ei­nem Punkt­ge­winn wa­ren.“

In Tostedt bra­chen die Dop­pel den Kle­ve­rin­nen ein­mal mehr in die­ser Sai­son das Ge­nick, denn sie en­de­ten wie­der ein­mal mit 0:2. Be­treue­rin Il­di­ko Ima­mu­ra ha­der­te mit dem Los­glück. „Lei­der muss­ten Ume­mu­ra und mei­ne Toch­ter Yu­ko ge­gen das stär­ke­re MTV-Dop­pel auf­schla­gen. Ich hät­te es lie­ber an­ders­her­um ge­se­hen.“Denn Ima­mu­ra/Ume­mu­ra ver­lo­ren ge­gen Lau­ra Mat­ze/Sven­ja Koch mit 10:12 im Ent­schei­dungs­satz, wäh­rend Han­sel­ka und Er­satz­spie­le­rin Aria­ne Lied­mei­er sich nach drei Sät­zen ge­gen Ca­ro­li­ne Ha­jok und An­ne Se­wös­ter ge­schla­gen ge­ben muss­ten.

An­schlie­ßend konn­ten nur noch Ima­mu­ra und Ume­mu­ra in ih­ren Ein­zeln ge­mein­sam vier Punk­te er­spie­len, in­dem sie Ha­jok und Matz­ke an den Spit­zen­po­si­tio­nen nie­der­ran­gen. Lied­mei­er und Han­sel­ka gin­gen un­ter­des­sen leer aus. „Ich hat­te be­reits ge­ahnt, dass wir im hin­te­ren Paar­kreuz über Sieg oder Nie­der­la­ge ent­schei­den. Ein­mal mehr muss ich dar­um Yu­ko und Aya lo­ben, auf die im­mer Ver­lass ist.“Bei­de setz­ten sich ge­gen Ha­jok deut­lich durch, hat­ten er­war­tungs­ge­mäß ge­gen Matz­ke aber zu kämp­fen. Ge­gen die bis­her in der Rück­run­de un­ge­schla­ge­ne MTV-Spit­ze be­haup­te­ten sie sich nach fünf Durch­gän­gen. Han­sel­ka und Lied­mei­er hat­ten je­weils nicht mehr als ei­nen Sat­z­er­folg zu ver­bu­chen. Bei­den ge­lang die­ser ge­gen Koch, wäh­rend ge­gen Se­wös­ter nichts zu ho­len war und sie nach den Dop­peln so­mit wei­te­re vier Ge­ge­punkt zu­las­sen muss­ten.

In Schwar­zen­bek star­ten die Kle­ve­rin­nen bes­ser in die Par­tie, denn Han­sel­ka und Lied­mei­er setz­ten sich ge­gen Bianca Dahlke und St­ef­fi Erx­le­ben durch. Er­neut hat­ten Ima­mu­ra/Ume­mu­ra das stär­ke­re Duo vor der Brust. Po­li­na Trif­o­no­va und Vi­vi­en Schulz do­mi­nier­ten die Par­tie von An­fang bis En­de. An die Hin­run­de er­in­nert fühl­te sich Ima­mu­ra in ih­rem Ein­zel ge­gen Trif­o­no­va. Im Ent­schei­dungs­satz un­ter­lag sie der den TSV an­füh­ren­den Num­mer eins. Und weil auch Han­sel­ka und Lied­mei­er sich mit Nie­der­la­gen ab­fin­den muss­ten, zo­gen die Gast­ge­be­rin­nen da­von.

Ein­zig Ume­mu­ra be­hielt ih­re wei­ße Wes­te. Zum 2:4 kam sie, in­dem sie Vi­vi­en Scholz in Schach hielt. In der Ein­zel­auf­stel­lung ro­tier­ten die Nord­deut­schen üb­ri­gens, denn statt Dahlke und Erx­le­ben wur­den Se­j­la Faz­lic und Le­na Moll­witz an Po­si­ti­on drei und vier auf­ge­bo­ten, so dass Lied­mei­er zu­nächst ge­gen Faz­lic und Han­sel­ka ge­gen Moll­witz un­ter­la­gen.

Für die Kle­ve­rin­nen schien die Par­tie beim 2:4 aber noch nicht ver­lo­ren, denn Ima­mu­ra und Ume­mu­ra sorg­ten mit ei­nem Dop­pel­schlag für das 4:4, bei wel­chem Spiel­stand wie am Vor­tag Han­sel­ka und Lied­mei­er in die Bo­xen gin­gen. Letz­te­re star­te­te mit ei­ner 2:0-Satz­füh­rung ge­gen Moll­witz, wäh­rend Han­sel­ka ge­gen Faz­lic mit 0:2 in Rück­stand ge­riet. Doch bei­de Spie­le kipp­ten und gin­gen in den ent­schei­den­den Durch­gang. Hier durf­te nur noch Schwar­zen­bek ju­beln, das bei­de Ent­schei­dungs­sät­ze und da­mit die Ge­samt­par­tie für sich ent­schied, da­bei al­ler­dings um sein Glück wuss­te: „Das wa­ren wirk­lich sehr en­ge Spie­le, in de­nen wir das Glück mehr­fach auf un­se­rer Sei­te hat­ten“, zeig­te sich Scholz im An­schluss als glück­li­che­re Sie­ge­rin, die die Leis­tung der Kle­ve­rin­nen aber an­er­kann­te.

Für Kle­ve geht es nun am 17. April in die vor­erst letz­te Zweit­li­ga­par­tie, die beim TTK An­röch­te statt­fin­det.

RP-FO­TO: KLAUS-DIE­TER STADE

Aye Ume­mu­ra (links) und Yu­ko Ima­mu­ra be­fin­den sich mit dem Team von WRW Kle­ve auf Ab­schieds­tour in der 2. Bun­des­li­ga.

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