Ver­such­ter Mord: Liegt die Tat­waf­fe noch am Air­port?

Rheinische Post Goch - - GRENZLAND POST -

Spür­hun­de such­ten bis­lang ver­geb­lich da­nach. In­zwi­schen ist das 23-jäh­ri­ge Op­fer wie­der bei Be­wusst­sein.

GOCH/WEEZE (zel) Der 23-Jäh­ri­ge, der in ei­nem Haus auf dem Flug­ha­fen­ge­län­de nie­der­ge­sto­chen wur­de, ist wie­der bei Be­wusst­sein. Das teil­te ges­tern Gerd Hopp­mann, Lei­ter der Mord­kom­mis­si­on, mit. Das Op­fer wird jetzt ver­nom­men. Da­von ver­spre­chen sich die Er­mitt­ler Hin­wei­se auf das Mo­tiv. Denn noch ist un­klar, war­um aus­ge­rech­net der 23- Jäh­ri­ge Op­fer wur­de. „Zwi­schen bei­den gab es kei­ne be­son­de­re Be­zie­hung, sie wa­ren le­dig­lich Ar­beits­kol­le­gen und ha­ben im sel­ben Haus ge­wohnt“, sagt Hopp­mann. Dem mut­maß­li­chen Tä­ter war am Tag vor der Tat ge­kün­digt wor­den.

Wie be­rich­tet, war das Op­fer in der Nacht zu Frei­tag nie­der­ge­sto­chen wor­den. Als mut­maß­li­chen Tä­ter nahm die Po­li­zei ei­nen 35Jäh­ri­gen fest. Er leug­net wei­ter die Tat. „Für uns gibt es aber kei­nen Zwei­fel, dass er für den Mord­ver­such ver­ant­wort­lich ist“, sagt der Er­mitt­ler. Zeu­gen hät­ten ihn ein­deu­tig iden­ti­fi­ziert. Nach der Blut­tat war er zu Fuß zum Ter­mi­nal ge­flüch­tet. Der liegt et­wa 1,3 Ki­lo­me­ter von der Sied­lung ent­fernt, in der Mit­ar­bei­ter ei­ner nie­der­län­di­schen Zeit­ar­beits­fir­ma le­ben. Am Ter­mi­nal war der mut­maß­li­che Tä­ter in ein Ta­xi ge­stie­gen. Das wur­de von ei­nem Be­am­ten ge­stoppt, als es das Flug­ha­fen­are­al ver­las­sen woll­te. Auf­grund der Be­schrei­bung nahm die Po­li­zei den Mann fest. Noch am Wo­che­n­en­de war Haft­be­fehl ge­gen ihn er­las­sen wor­den.

Al­ler­dings fehlt wei­ter­hin je­de Spur von der Tat­waf­fe. Die Po­li­zei hat mit acht Lei­chen­spür­hun­den den Be­reich zwi­schen Tat­ort und Flug­ha­fen­ge­bäu­de ab­ge­sucht. Bis­lang oh­ne Er­folg. Das ist un­ge­wöhn­lich, denn die­se Hun­de schla­gen auch bei Blut­ge­ruch an. Das Mes­ser müss­te nach der Tat al­so ei­gent­lich für die Spür­na­sen auf­zu­fin­den sein.

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