Steu­er­oa­se

Rheinische Post Goch - - STIMME DES WESTENS -

Die Schweiz war mal ei­ne, Liech­ten­stein auch, heu­te lie­gen Steu­er­oa­sen be­vor­zugt in Über­see. Pa­na­ma hat es ge­ra­de zu zwei­fel­haf­tem Ruhm ge­bracht. Lei­der ist das schö­ne Bild schief – in ei­ner Steu­er­oa­se spru­deln eben kei­ne Steu­ern. Auch um­ge­kehrt bleibt das Gan­ze sinn­los. Denn die ar­men Ka­me­le, par­don: Steu­er­zah­ler, wä­ren da­heim auch nicht un­ter der sen­gen­den Ab­ga­ben­son­ne in den Staub ge­sun­ken. Manch Steu­er­ex­i­lant glaubt das frei­lich und ver­kauft dann sei­ne fi­nan­zi­el­len Ex­pe­di­tio­nen auch noch als Not­wehr. Aber die Wüs­te lebt; auch hier­zu­lan­de kommt man über die Run­den. Zu­min­dest ma­chen Mil­lio­nen Steu­er­zah­ler die­se Er­fah­rung. Dass sie bei der Steu­er­er­klä­rung raus­zu­ho­len ver­su­chen, was geht – ge­schenkt. Ein Son­nen­schirm­chen kann in der Wüs­te schließ­lich nie scha­den. fvo

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