Fair­ness für Au­to­fah­rer

Rheinische Post Goch - - STIMME DES WESTENS - VON EVA QUADBECK

Au­to und Füh­rer­schein be­deu­ten für vie­le Men­schen per­sön­li­che Frei­heit und oft auch wirt­schaft­li­che Ab­si­che­rung. Denn oh­ne Fahr­er­laub­nis kön­nen vie­le Ar­beit­neh­mer ih­ren Job nicht er­fül­len. Des­halb darf die Me­di­zi­nisch-Psy­cho­lo­gi­sche Un­ter­su­chung, die bei schwe­ren oder wie­der­hol­ten Ver­kehrs­ver­ge­hen fäl­lig ist, noch nicht ein­mal den Hauch von Will­kür ha­ben.

Die ak­tu­el­len Re­geln sind nicht aus­rei­chend trans­pa­rent. In Tei­len sind sie so­gar un­fair. Auch bei der Über­prüf­bar­keit der Er­geb­nis­se ei­ner MPU gibt es Nach­bes­se­rungs­be­darf. Ein Ein­spruch ge­gen die Ent­schei­dung ei­nes ein­zel­nen Psy­cho­lo­gen muss mög­lich sein.

Um Miss­ver­ständ­nis­se zu ver­mei­den: Bei ei­ner Re­form der MPU soll es selbst­ver­ständ­lich nicht dar­um ge­hen, mög­lichst al­len den Füh­rer­schein zu­rück­zu­ge­ben. Wem es nicht ge­lingt, nach­zu­wei­sen, dass er sei­nen Al­ko­hol­kon­sum im Griff hat und von il­le­ga­len Dro­gen die Fin­ger lässt, der kann sei­ne Fahr­er­laub­nis nicht zu­rück­be­kom­men. Die Ver­kehrs­si­cher­heit muss an ers­ter Stel­le ste­hen. BE­RICHT

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