Hür­de von 2,5 Pro­zent bei Kom­mu­nal­wah­len kommt

Rheinische Post Goch - - VORDERSEITE -

DÜS­SEL­DORF (hüw) SPD, CDU und Grü­ne im Land­tag sind sich ei­nig: Bei Kom­mu­nal­wah­len soll in Zu­kunft ei­ne Hür­de von 2,5 Pro­zent gel­ten. Im kom­mu­nal­po­li­ti­schen Aus­schuss be­zo­gen sich die Ver­tre­ter der Par­tei­en auf die vor­an­ge­gan­ge­ne Ex­per­ten­an­hö­rung. „Stadt­rä­te und Kreis­ta­ge sind in den ver­gan­ge­nen Jah­ren im­mer wei­ter zer­split­tert; ih­re Funk­ti­ons­fä­hig­keit ist er­heb­lich ein­ge­schränkt“, sag­te Chris­ti­an Dahm (SPD). Ei­ne Sperr­klau­sel von 2,5 Pro­zent sei „po­li­tisch ge­bo­ten und recht­lich mög­lich“, be­ton­te auch An­dré Ku­per (CDU). Der Grü­nen-Po­li­ti­ker Ma­rio Krü­ger ver­wies dar­auf, dass die Hö­he der Sperr­klau­sel auf den ein­ge­hol­ten wis­sen­schaft­li­chen Ex­per­ti­sen be­ru­he. Be­den­ken äu­ßer­te da­ge­gen die FDP. Die Be­für­wor­ter müss­ten nach­wei­sen, dass ei­ne flä­chen­de­cken­de Ar­beits­un­fä­hig­keit der Rä­te und Kreis­ta­ge in NRW be­steht. Das sei die Vor­aus­set­zung für die Ein­füh­rung ei­ner Pro­zent-Hür­de.

Rot-Grün und CDU wol­len noch vor der Som­mer­pau­se die Sperr­klau­sel in der NRW-Ver­fas­sung ver­an­kern. Da­für ist ei­ne Zwei­drit­tel­Mehr­heit im Land­tag er­for­der­lich, die von den drei Par­tei­en aber weit über­trof­fen wird. Dem Vor­ha­ben steht al­so nichts mehr im We­ge. Al­ler­dings wird da­mit ge­rech­net, dass die Sperr­klau­sel vor dem Ver­fas­sungs­ge­richts­hof (VGH) be­klagt wird. Der VGH hat­te 1999 schon ein­mal ei­ne vom Land­tag be­schlos­se­ne Hür­de von fünf Pro­zent ver­wor­fen.

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