Schü­ler schrei­ben Of­fe­nen Brief an Land­rat Spreen

Rheinische Post Goch - - GRENZLAND POST -

KLE­VE (cat) Die Schü­ler des Be­rufs­kol­legs in Goch stem­men sich ge­gen ei­ne mög­li­che Schlie­ßung ih­rer Schu­le. In ei­nem Of­fe­nen Brief wen­det sich Schü­ler­spre­cher Alex­an­der Brö­cking an Land­rat Wolf­gang Spreen und lis­tet Ar­gu­men­te für den Er­halt des Be­rufs­kol­legs auf.

Soll­ten Lehr­gän­ge nach Gel­dern ver­legt wer­den, so schreibt Brö­cking, hät­ten die Schü­ler lan­ge Stre­cken und Fahr­zei­ten zu be­wäl­ti­gen, sie sei­en ei­nem er­höh­ten Ri­si­ko als Fahr­an­fän­ger aus­ge­setzt, und au­ßer­dem wür­de den Be­trie­ben die „ver­fah­ren­de“Ar­beits­zeit fehlt. „Ein Schü­ler, der auf öf­fent­li­che Ver- kehrs­mit­tel an­ge­wie­sen ist, be­nö­tigt zum Bei­spiel von Em­me­rich-El­ten bis nach Gel­dern 2,5 St­un­den Fahr­zeit für ei­ne Stre­cke (Aus­fäl­le und Ver­spä­tun­gen nicht mit ein­be­zo­gen)“, heißt es in dem Brief.

Am Go­cher Be­rufs­kol­leg wer­de mit ei­ner ho­hen Qua­li­tät un­ter­rich­tet, schreibt Brö­cking. Der Kreis Kle­ve ha­be ei­ne gut an­lau­fen­de Hoch­schu­le und, durch das Be­rufs­kol­leg, die größ­te Schu­le Nord­rhein-West­fa­lens mit rund 5500 Schü­lern. So bie­te der Kreis „zahl­rei­che Mög­lich­kei­ten für mo­ti­vier­te, jun­ge Men­schen“, so der Schü­ler­spre­cher. Sei­ne Fra­gen an den Land­rat lau­ten: „Soll der Kreis die­se Qua­li­tät wirk­lich ver­lie­ren? Sol­len die Schü­ler in Goch in Zu­kunft nicht mehr mit die­ser Qua­li­tät aus­ge­bil­det wer­den?“

Der Schü­ler­spre­cher bit­tet Wolf­gang Spreen, zu dem Brief öf­fent­lich Stel­lung zu be­zie­hen. „Au­ßer­dem hof­fe ich, dass Sie die Ein­la­dung zu un­se­rer Po­di­ums­sit­zung an­neh­men“, schreibt Brö­cking ab­schlie­ßend. Ei­ne sol­che Ver­an­stal­tung wol­len die Schü­ler für En­de nächs­ter Wo­che or­ga­ni­sie­ren. Da­mit hof­fen sie, auf die Dis­kus­si­on im Schu­lund Kul­tur­aus­schuss des Krei­ses am Di­ens­tag, 19. April, Ein­fluss neh­men zu kön­nen.

RP-FO­TO: KLAUS-DIE­TER STA­DE

Blick auf ei­nen Teil des Be­rufs­kol­legs in Goch.

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