In­dus­trie­rui­ne wird Sah­ne­stück

Rheinische Post Goch - - GRENZLAND POST -

ei­nem Fuß- und Rad­weg durch das Ge­län­de, mit ge­pfleg­tem Grün und na­tür­lich ei­nem schö­nen Blick auf die In­nen­stadt jen­seits der Glei­se und das neue Wohn­ge­biet mit sei­nem prä­gen­den See. Die Um­set­zung steht noch aus – noch ist auf dem Ka­ser­nen­ge­län­de au­ßer ei­ner im Bau be­find­li­chen pro­vi­so­ri­schen Er­schlie­ßungs­stra­ße noch nicht viel zu se­hen. „Bis das Ge­län­de an der Bahn­tras­se ge­stal­tet wird, wird noch ei­ni­ge Zeit ver­ge­hen. Das ge­schieht ir­gend­wann im Zu­ge der üb­ri­gen Be­bau­ung“, sagt Wolf­gang Jan­sen von der Go­cher GO!. Dass den­noch ak-

Rü­di­ger Wen­zel tu­ell Ab­sperr-Ba­ken auf dem Ge­län­de ste­hen und of­fen­sicht­lich am Em­me­ri­cher Weg ge­ar­bei­tet wird, liegt da­ran, dass das schi­cke WinWor­ker-Ge­bäu­de jetzt ei­nen or­dent­li­chen Ein­gangs­be­reich samt Pk­wAb­stell­flä­chen be­kommt. Da­für wird die Stra­ße Rich­tung Bahn­glei­sen ver­schwenkt.

Seit die Alt­ge­bäu­de ver­schwun­den sind, lohnt vom Em­me­ri­cher Weg aus der Blick auf das Bahn­hofs­um­feld ge­gen­über. Die sa­nier­ten ehe­ma­li­gen Fa­b­rik­ge­bäu­de der Mar­ga­ri­ne-Uni­on, die heute Bü­ros und Ge­schäf­te ent­hal­ten, sind zu se­hen, der Rewe-Su­per­markt, der Was­ser­turm der Stadt­wer­ke, die Bau­ten von Näh­ren­gel. Ei­nen be­son­ders gu­ten Blick ge­nie­ßen die Mit­ar­bei­ter von „Win Wor­ker“vom be­geh­ba­ren Dach­ge­schoss aus. Und na­tür­lich se­hen sie aus ih­ren Fens­tern je­den Zug ein- und aus­fah­ren.

„Dass Dirk San­der das Ge­bäu­de für sein Un­ter­neh­men ge­kauft hat, ist für Goch ein Glücks­fall“, freut sich Wirt­schafts­för­de­rer Rü­di­ger Wen­zel. Als 20-Jäh­ri­ger hat­te der Go­cher San­der qua­si als „Start up“sei­ne Soft­ware-Fir­ma ge­grün­det, mit der er seit­her das Hand­werk von der oft un­ge­lieb­ten Bü­ro­ar­beit ent­las­tet. Seit 1990 nutz­te er Bü­ro­räu­me in der al­ten „Ge­ne­rals­vil­la“an der Kal­ka­rer Stra­ße. Sich dort im Au­ßen­be­reich zu ver­grö­ßern war kaum mög­lich, ins­be­son­de­re der Raum für ei­nen Park­platz fehl­te. „Weil ich in der Stadt auch kein ge­eig­ne­tes Ge­wer­be­grund­stück fand, war ich drauf und dran, Goch zu ver­las­sen“, er­in­nert sich San­der. Ein Ge­spräch mit Wen­zel brach­te schließ­lich die Lö­sung. Das ver­las­se­ne Fa­b­rik­ge­bäu­de am Em­me­ri­cher Weg, das einst Kaf­fee­rös­te­rei und Pud­ding-Pro­duk­ti­on be­her­berg­te, bot vie­le Chan­cen; den Um­bau plan­te San­der weit­ge­hend selbst und ist nun hoch­zu­frie­den mit dem Er­reich­ten. Di­ver­se Ne­ben­ge­bäu­de, die zur Flä­che ge­hö­ren, bie­ten für die Zu­kunft noch man­che Op­ti­on. Win Wor­ker er­le­digt mit Hil­fe ei­ner selbst ent­wi­ckel­ten Soft­ware die Buch­hal­tung, Kal­ku­la­ti­on und Auf­trags­vor­be­rei­tung für klei­ne­re Hand­werks­un­ter­neh­men, de­nen für die­se Be­rei­che das Fach­per­so­nal fehlt. Die Nach­fra­ge nach dem nütz­li­chen Ser­vice dürf­te auch künf­tig groß blei­ben.

„Dass Dirk San­der das Ge­bäu­de kauf­te, ist für

Goch ein Glücks­fall“

Wirt­schafts­för­de­rer

Seit 1990 war Dirk San­ders Un­ter­neh­men „Win Wor­ker“an der Kal­ka­rer Stra­ße be­hei­ma­tet, jetzt wech­sel­te es an den Bahn­hof.

RP-FO­TOS (2): FRIE­DEL EVERS

Vom Dach des ehe­ma­li­gen Fa­b­rik­ge­bäu­des am Em­me­ri­cher Weg aus ist das ge­sam­te Bahn­hofs­ge­län­de bis zur Kle­ver Stra­ße zu über­bli­cken. Ganz links die Ma­ria-Mag­da­le­na-Kir­che.

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