Kein „ver­kehrs­be­ru­hig­ter Be­reich“in der Dr.-Wil­lem-Pies-Stra­ße

Rheinische Post Goch - - GRENZLAND POST - VON MICHA­EL BAERS

UEDEM Stimmt der Aus­schuss für Pla­nen, Bau­en und Um­welt heu­te Abend der Ver­wal­tungs­vor­la­ge 22/ 2016 zu, dürf­te der An­lie­ger­an­trag auf „Ein­rich­tung ei­nes ,ver­kehrs­be­ru­hig­ten Be­reichs’ auf der Dr.-Wil­lem-Pies-Stra­ße“kaum noch Chan­cen auf Ver­wirk­li­chung ha­ben. Und das, ob­wohl in dem Schrei­ben zu le­sen ist, dass die An­woh­ner „Angst um un­se­re Kin­der“ha­ben.

Der­zeit gilt auf der be­sag­ten Stra­ße Tem­po 30. Doch den An­woh­nern reicht das of­fen­sicht­lich nicht. In dem An­trag wei­sen die Un­ter­zeich­ner dar­auf hin, dass die an­gren­zen­den Häu­ser vie­len Fa­mi­li­en ge­hö­ren. „Der­zeit wohnen 18 Kin­der un- ter 12 Jah­ren auf der Dr.-Wil­le­mPies-Stra­ße und min­des­tens 4 wei­te­re sind un­ter­wegs“, so der Text, der mit der Bi­lanz en­det, dass eben je­ne Kin­der „ei­nem er­heb­li­chen Ri­si­ko aus­ge­setzt sind“, wenn aus der Tem­po-30-Zo­ne kein ver­kehrs­be­ru­hig­ter Be­reich wird.

Die Re­ak­ti­on der Ver­wal­tung fällt für die An­trag­stel­ler er­nüch­ternd aus. Als Grün­de für die ab­leh­nen­de Hal­tung gibt die Ge­mein­de ei­nen ge­ne­rel­len so­wie ei­nen fi­nan­zi­el­len an. Ers­te­rer weist dar­auf hin, dass der Ge­mein­de­rat 1993 den Grund­satz­be­schluss ge­fasst ha­be, al­le Wohn­ge­bie­te als Tem­po-30-Zo­nen an­zu­le­gen – folg­lich auch die Dr.Wil­lem-Pies-Stra­ße. Dar­über hin­aus wür­den durch ei­ne et­wai­ge Son­der­re­gel Kos­ten ent­ste­hen, da ge­setz­lich vor­ge­schrie­ben ist, in ei­nem ver­kehrs­be­ru­hig­ten Be­reich „das Par­ken zu ord­nen“, so die Druck­sa­che. Zum Bei­spiel durch Mar­kie­run­gen oder bau­li­che Maß­nah­men wie Pflas­ter­wech­sel. „Es ist nicht da­mit ge­tan, dass zwei Ver­kehrs­schil­der auf­ge­stellt wer­den“, ist im Rat­haus­text zu le­sen.

Ab­schlie­ßend ist der Ver­wal­tungs­vor­la­ge noch ein wei­te­rer Grund zu ent­neh­men, wes­halb man im Rat­haus „kei­nen Hand­lungs­be­darf“se­he: „In der Dr.-Wil­lem-PiesStra­ße fah­ren zum über­wie­gen­den Teil die An­lie­ger die­ser Stra­ße, die sich dar­über be­wusst sein soll­ten, dass dort vie­le Kin­der wohnen und spie­len.“

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