Licht­blick In­te­gra­ti­on

Rheinische Post Goch - - STIMME DES WESTENS - VON EVA QUADBECK

Die gro­ße Ko­ali­ti­on hat den Ver­such un­ter­nom­men, sich noch ein­mal am Rie­men zu rei­ßen und sich zu­min­dest bis zur Som­mer­pau­se hand­lungs­fä­hig zu zei­gen. Was Uni­on und SPD zum The­ma In­te­gra­ti­on vor­ge­legt ha­ben, kann sich se­hen las­sen. Die Ko­ali­tio­nä­re be­stück­ten bei­de Sei­ten der Waag­scha­le von For­dern und För­dern. Al­ler­dings ist die Pflicht für Flücht­lin­ge zur Mit­ar­beit bei der In­te­gra­ti­on bis­her nur als „Prüf­punkt“im Eck­punk­te­pa­pier ver­an­kert. Das Gleich­ge­wicht von För­dern und For­dern kann aber nur funk­tio­nie­ren, wenn In­te­gra­ti­ons­ver­wei­ge­rern auch Sank­tio­nen dro­hen. Die bes­ten An­ge­bo­te zur In­te­gra­ti­on nut­zen nur, wenn sie auch an­ge­nom­men wer­den.

Bei al­len an­de­ren The­men, ins­be­son­de­re in der Fi­nanz- und So­zi­al­po­li­tik, knirscht es in der Ko­ali­ti­on ge­wal­tig. Aus dem Im­puls her­aus, dass man sich in der Öf­fent­lich­keit kon­struk­tiv zei­gen muss, gab es zu den vie­len Streit­the­men wie Erb­schafts­steu­er, Leih­ar­beit, Ren­te, Elek­tro­mo­bi­li­tät und Bun­des­teil­ha­be­ge­setz nur Ab­sichts­be­kun­dun­gen, wann und wie man sich ei­ni­gen könn­te. Das ist ma­ger. BERICHT

Newspapers in German

Newspapers from Germany

© PressReader. All rights reserved.